Dienstag, 17. Dezember 2013

144. Tag, Dienstag, 17.12.13

Santiago
Der Wetterbericht für heute prophezeite bis zu 100% Regen. Uns schien die Sonne in die Wohnung! Herrlich!
Um zwölf gingen wir in den Coiffuresalon in der Nähe der Wohnung. Wir dachten, vielleicht bekommen wir für am Nachmittag oder für Morgen einen Termin. Fife Minutes, sagte die Chica und wies uns Sitzplätze zu. Auch gut wenn das sofort geht.

Danach ging es wieder ab in die Altstadt. In einer Seitengasse sassen viele Studenten und Arbeiter vor einem Restaurant. Wenn die Einheimischen da sind ist es ein gutes Zeichen. Wir gingen hinein und bekamen einen Tisch beim Fenster. Ich schaute mich um und bemerkte dann eine Wappenscheibe am Fenster. Eben wollte ich zu Heiner sagen: schau mal, dies sieht aus wie das Wappen von Bern, als ich zu meinem Erstaunen las: Scharfschützenverein Bern. Jahresprämie 1950. Fritz Bertschinger. Als der Kellner wieder kam wies ich auf die Wappenscheibe. Si, sagte er, Chefe ist von Bern.

Danach war nochmal ein Besuch im Pilgerbüro fällig. Wir wollten wissen, ob unser Pilgerpass bis nach Finisterra reicht, oder ob es da einen speziellen gibt. Beim Eintreten sagte ich zu Heiner: vielleicht kann wieder jemand der Anwesenden deutsch. Bevor ich meine Frage versuchte in englisch zu formulieren, fragte ich die Dame: sprechen sie deutsch? Ja, war die Antwort. Erleichtert stellte ich meine Frage. Der Akzent bei der Antwort war eindeutig schweizerisch. Die junge Frau ist aus dem Wallis, wollte spanisch lernen und macht nebenbei freiwilligen Einsatz im Pilgerbüro.

Anschliessend starteten wir einen zweiten Versuch mit der Touristenbahn eine Rundfahrt durch die Stadt zu machen. Als wir auf den Platz vor der Kathedrale einbogen, schickte sich der Fahrer an loszufahren. Knapp erreichten wir den hintersten Wagen und sprangen hinein. Sogleich ging es los. Weder der Fahrer noch die Führerin sahen nach hinten. Auf der ganzen 45 minütigen Tour sahen die Beiden kein einziges Mal nach hinten. Am Schluss der Fahrt ging ich nach vorne um zu bezahlen. Die Frau sah mich nur verständnislos an. Ein anderer Fahrgast half beim Erklären, dass wir schon mitgefahren sind und nicht mit der nächsten Tour mitfahren möchten. Na sowas .... Blindpassagiere die das Fahrgeld aufdrängen!

1 Kommentar:

  1. Hallo ihr zwei, einfach toll das ihr gesund und munter euer Ziel erreicht habt, Hut ab vor eurer Leistung, ich werde heute Abend im Englisch von euch beiden berichten. Ich bin richtig stolz auf euch. Trotz Kälte, Regen oft keine Heizung oder kein Frühstück so ein Durchhaltevermögen einfach nur super von euch. Wäre schön euch irgend wann einmal wieder zu treffen. Ich wünsche euch alles alles Liebe und gute wunderschöne Weihnachten und natürlich einen guten Start ins neue Jahr. Liebe Grüße von einem eifrigen und bewunderten Leser Conny Rudigier

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