Donnerstag, 29. August 2013

33. Tag, Mittwoch, 28.8.13

Domecy-sur-Cure - Corbiny,
22 km. Gestern Abend ist noch ein Pilger eingetroffen. Norbert war auch durchnässt und froh endlich ins trockene zu können.
Am Morgen fuhr uns Madame in den nächsten Ort zur Post. Wir konnten das Zelt und den Kocher verpacken, die französische Post hat noch Klebstreifen und Adressetiketten beigesteuert und jetzt sind wir leichter unterwegs.
Die Wanderung heute morgen begann im Nebel. Norbert hatte das selbe Ziel aber ein anderes Tempo, er ging schon mal voraus. Bis zum Mittag hat sich der Nebel gelichtet, vom Mitpilger sahen wir nichts ... bis am Nachmittag. Kurz vor einem kleinen Dorf, eher nur ein Weiler, ich wünschte einen Kaffeehalt und Heiner lachte mich aus. Entweder ist die Einrichtung (Bar, Laden, Restaurant oder was auch immer) geschlossen oder es existiert nichts dergleichen. Plötzlich sahen wir Norbert einige Meter voraus sich eben von jemandem verabschieden. Er schaute noch zurück, winkte uns zu und sagte zu der Person: jetzt kommen die Schweizer. Eine Frau kam aus dem Garten und bot uns etwas zu trinken an. Kaffee, Bier, Tee oder sonst etwas. Wir durften uns in den Garten setzen, bekamen Kaffee und Kuchen und ein nettes Gespräch. Das Ehepaar stammt aus Holland, hat vor etwa 12 Jahren dieses Haus gekauft, restauriert und verbringt jedes Jahr einige Monate in Frankreich. Wiederum eine sehr nette Begegnung die mich beeindruckt und zeigt, was Gastfreundschaft heisst.
Danach mussten wir uns beeilen die restlichen km rechtzeitig zu schaffen. Unsere Schlummermutter wartete um 17.30 Uhr vor der Kirche. Die Sonne brachte uns sogar noch zum schwitzen und die Wasserflaschen wurden leer. Wir kamen wenige Minuten vor der Zeit am Treffpunkt an. Ich konnte kurz Getränke einkaufen und bei der Gelegenheit feststellen was es für ein gutes Angebot in dem Laden gab. Pünktlich hat uns Catherine vor der Kirche abgeholt. Dann ging's mit dem Auto etwa 4 km bis zu ihrem Haus. Am Abend waren wir vier Pilger (es ist noch eine Frau dazu gekommen) die sich das Zimmer der Söhne teilten. Die Pilgerinnen in den Betten, die Pilger auf Notbetten. Nachtessen mit der Familie am grossen Tisch etwa um 20 Uhr (ist hier so üblich): Apėritv, Entrėe (Salat), Taijne (Gemüse und Fleisch im Tonschmortopf gegart) Gusgus, Käse, Früchtekuchen (Waie)! Um 10 Uhr bin ich ins Bett gefallen und mochte nicht mehr schreiben.

2 Kommentare:

  1. Oh, das tönt aber guet (s ässä meini) und spannnend wie immer. Es isch toll z läsä vo dere Gastfründschaft und schön z ghörä (oder ebe au z läsä) das es euch guet goht.
    Liebi Grüess vo eucher Verwalterin
    (wo jetz gscheiter d Post sett mache als ummä z sörfä...)

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  2. Silvia DuttweilerAugust 29, 2013

    Es isch doch wirklich erstunlich, dass es bis Eus Europäer no so ne gastfründschaft git - für Euch gott sei Dank. Liebie grüess

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