Blog von unterwegs mit dem Wohnmobil. Ziel: Europa und die Welt bereisen solange es Spass macht und die Gesundheit erlaubt. Tagebuch vom Jakobsweg Basel - Vezelay - Limoges - Orthez, Bilbao - Ribadeo - Santiago - Finisterra 27. Juli 2013 bis 28. Dez. 2013
Freitag, 29. November 2013
126. Tag, Freitag, 29.11.13
Heute morgen starteten wir bei vier Grad. Der Weg führte zwischen den Häusern steil bergauf. Es war sehr beeindruckend zu sehen wie die Häuser an die Berghänge gebaut wurden. Ich habe bewusst die Mehrzahl von Berghang gewählt weil vier verschiedene steile Hügel bebaut wurden. Im Hintergrund spannte ein langes Eisenbahnviadukt über das Tal des Rio Negro. Fotomotive zu Hauf.
Auf der Höhe angekommen befanden wir uns in hellem, wärmenden Sonnenschein. Bald konnten wir die dicke Jacke ausziehen und eine Stunde später auch die dünnere. Einige Kilometer ging es von Weiler zu Weiler zwischen den Feldern durch. Die Ortschaften waren jeweils nur eine Ansammlung von Häusern. Der Geruch von den Silageballen war allgegenwärtig. Hin und wieder auch anderer landwirtschaftlicher Duft, der uns veranlasste ganz flach zu atmen.
Wegen dem Bau der Autobahn wurde der Pilgerweg auch heute auf Teilstrecken umgeleitet. So führte ein neu angelegter, sehr breiter Waldweg über einen Hügel bei Hervedosa. Von weit oben hatten wir beste Sicht auf eine lange Strecke der sich im Bau befindenden Autobahn.
Plötzlich war der breite, neue Waldweg zu Ende. Tiefe Furchen vom Regenwasser machten das Passieren schwierig. Dann war die Unterlage zuerst ein normaler Waldweg und schliesslich ein Pfad den wir mit einem Bächlein teilen mussten.
Es ging steil abwärts bis wir auf die N 634 gelangten. Hier war diese Strasse sehr stark befahren, da die Autobahn noch nicht eröffnet ist. Etwa einen Kilometer zitterten wir dieser Strasse entlang. Immer bereit uns mit einem Sprung in den Graben zu retten. Lastwagen und Autos donnerten mit wenig Abstsnd an uns vorbei. Wir waren froh, als der Weg wieder weg von dieser Strasse und durch Wald führte. Da fühlten wir uns sicher. Es ging leicht bergab und im Tal auf grossen Steinen über einen Bach. Auf der anderen Seite wieder hoch und über einen kaum erkennbaren Wiesenpfad auf ein Dorf zu.
Die Ortschaften am heutigen Weg boten keine Übernachtungsmöglichkeit bis auf drei Kilometer vor unserem angestrebten Ziel. Der Camino führte an der Pilgerherberge vorbei: eine ehemalige Schule. Ausstattung wie gehabt. Wir liefen daran vorbei.
In Navia fragten wir im Tourist Office nach Pensionen. Es gibt deren drei, eine zu weit ausserhalb, die anderen beiden jeweils über einer Bar. Es ist Freitagabend .... heute braucht es wohl die Ohrenstöpsel.
Donnerstag, 28. November 2013
125. Tag, Donnerstag, 28.11.13
In dieser Ferienwohnung hätte es uns auch noch länger gefallen. Pilger ziehen jedoch täglich weiter.
Heute lockte uns die Sonne. Herrlich ist es im Sonnenschein zu wandern. Anfangs trugen wir die Regenbekleidung als zusätzliche Schicht, bald war uns warm genug und wir konnten endlich wieder einmal ohne Regenhose und Jacke marschieren. Zu unserer Rechten sahen wir, wie gestern schon, immer wieder das Meer. Mal weiter weg, mal näher. Der Camino machte auch heute Schlaufen ins Landesinnere. Taleinschnitte, Felsen oder Sumpfgebiet werden meist weiträumig umgangen.
Mit unserem Pilgerführer waren wir heute nicht so glücklich, er beschreibt, dass die Beschilderung auf diesem Wegabschnitt nicht so gut ist. Leider ist die Beschreibung im Buch auch nicht besser. Normalerweise funktioniert beides zusammen wunderbar.
Nach dem Mittagshalt sind wir auf der Strasse weiter gegangen, hätten aber neben dem Restaurant die Betonpiste nehmen müssen. Wir haben es bemerkt bevor wir auf der Autobahn waren. Es waren bloss etwa 500 Meter in die falsche Richtung.
Die Betonpiste wurde bald zum Waldweg und dann zum schmalen Pfad der bergauf führte. Es wurde steil und immer steiler, die Steigung hätte für Stufen gereicht. Oben angekommen waren wir auf der Höhe der Autobahn. Im Tal unten hatten wir die Autobahn auf einer sehr, sehr hohen Brücke gesehen. Etwa zwei Kilometer ging es über dieses Hochplateau bevor der Camino über einen Wiesenweg in den Wald und wieder in ein Tal führte.
Auch heute verschmähten wir die Pilgerherberge die im ehemaligen Rathaus wäre. Wir fürchten mittlerweile diese Unterkünfte mit einem grossen Schlafsaal und ohne Möglichkeit sich ein heisses Getränk zu machen, von den eiskalten Duschen will ich gar nicht mehr schreiben.
Der Jakobsweg ist gut auch im Winter zu machen, es wird einfach teurer wenn man statt in die meist ungeheizten Alberques in Pensionen oder Hotels unterschlüpft.
Im hübschen Hafenstädtchen Luarca hat man einige Möglichkeiten für eine warme Unterkunft. Etliche Einrichtungen am Weg bieten Pilgerrabatt.
In unserem Buch steht: sieben Brücken überspannen den Fluss, der mit der Mündung im Hafen und dem zwischen Bergen eingezwängten Stadtzentrum ein sehenswertes Stadtbild ergibt. Ende Zitat.
Es ist tatsächlich sehenswert.
Mittwoch, 27. November 2013
124. Tag, Mittwoch, 27.11.13
24 Km,
In Spanien bisher schon gelaufen: 350 Kilometer
Noch zu marschieren bis Santiago: 271 Km!
Liebe Blogleser/innen,
eure Kommentare freuen uns und geben den nötigen 'Kik' jeden Abend das Mobile phone zu schnappen und zu 'döggele'. Meist benötige ich zwischen einer und zwei Stunden um den Text einzugeben und in eine lesbare Form zu biegen. Wenn meine Finger so schnell wären, wie man das bei den Jungen sieht, wäre ich auch schneller fertig. Nun zieht es sich halt wie ein roter Faden durch das Ganze: langsam im Pilgern, langsam im Fotografieren, langsam im Schreiben, langsam in allem. Ich glaube man Tituliert solche Typen auch als Blümchenpilger. Das stört uns jedoch gar nicht, für uns stimmt es so.
Heute haben wir, bis einen Kilometer vors Ziel, keinen Tropfen Regen gespürt. Dann gab es etwas hohe Luftfeuchtigkeit, zum nass werden reichte es nicht. Den ganzen Tag war der Himmel mehr oder weniger stark bewölkt, zwischendurch schaute die Sonne wo wir sind. Zum wandern hatten wir angenehme acht Grad und etwas Wind.
Gestern Abend bekamen wir Besuch vom Hospitaliero Pepe. Ohne dass wir eine gemeinsame Sprache konnten, erklärte er uns den weiteren Weg, wann und wo wir uns verpflegen können und wie lange der Supermercado offen hat.
Um acht Uhr gingen wir zum empfohlenen Restaurant. Die Tür war abgeschlossen. Zwar hatte Pepe gesagt man soll klopfen wenn abgeschlossen ist, wir trauten uns das nicht. Zudem gab es noch ein anderes Restaurant im Ort das Pilgermenue anbot. Bevor wir uns umdrehen konnten, wurde die Tür von innen geöffnet und eine Señora lud uns mit einer Handbewegung ein einzutreten. Im Restaurant war ein Tisch gedeckt .... für zwei Personen ....?! Offenbar sind wir erwartet worden. Eilt uns unser Ruf voraus?
Des Rätsels Lösung gab es heute morgen: Pepe ist der Besitzer des Restaurants.
Er schaute, nach unserem Frühstück, dass wir den richtigen Weg gingen. Wir sollen auf der alten N 632a gehen. Da fahren kaum noch Autos und die Strasse ist zum jetzigen Zeitpunkt besser als der Camino. Wir hätten uns heute auf jeden Fall an die Fahrradroute gehalten.
Eine Strassenetappe hat den Vorteil dass man schneller voran kommt. Trotzdem mussten wir einige Male Fotostopps machen. Heute waren die gigantischen Autobahn- und Eisenbahnbrücken unser bevorzugtes Motiv.
Um halb fünf kamen wir im Dorf Cadavedo an. An der Pilgerherberge steuerten wir absichtlich vorbei. Keine Lust auf eine kalte, feuchte Bude. Lieber mit müden Knochen noch einen Kilometer weiter und dafür ein warmes Zimmer und vor allem: ein warmes Badezimmer!
Vor Ort, beim Casa Carin, schien niemand da zu sein. Beim Versuch zu telefonieren wurde der Anruf nicht entgegen genommen und bei der zweiten Nummer konnte die Teilnehmerin nicht englisch. Sie sagte ich soll die andere Nummer anrufen 'por angles'. Auch der zweite Versuch dort brachte nichts. Wir glaubten schon, wir müssen doch ins Dorf zurück und in die 'etwas feuchte' Alberque, als eine Señora aus dem Nachbarhaus kam. Die nur spanisch sprechende Telefonempfängerin hat gemerkt, dass wir schon vor der Tür stehen und keine Erklärungen brauchen. Sie fragte: 'Habitation'? 'Si, por favor'. Und was wir für ein 'Habitation' (Zimmer) bekommen haben. Es ist eine Ferienwohnung mit allem drum und dran. Sogar eine Waschmaschine steht zur Verfügung. Die Señora brachte uns Waschpulver und fürs Frühstück: Milch, Kaffeepulver und kleine Küchlein. So eine liebenswürdige Gastgeberin.
Heute gab es Abendrot am Himmel. Dürfen wir uns auf schönes Wetter freuen?
Dienstag, 26. November 2013
123. Tag, Dienstag, 26.11.13
10 Km
Die grössten Herausforderungen waren heute morgen: erstens ohne Kaffee, ohne Frühstück losmarschieren, zweitens: nicht den Zug nehmen sondern am Bahnhof vorbei laufen.
Unser Wetterprophet prophezeite wie gestern: bewölkt und 10% Regenwahrscheinlichkeit. Na ja .... trotzdem wurden wir vor gröberen Regengüssen verschont.
Nach ca. drei Kilometer stiessen wir auf ein offenes Restaurant. Frühstück! Kaffee! Vor Beginn unserer Reise konnte ich mir nicht vorstellen ohne wenigstens einen Kaffee im Magen aufzubrechen. Jetzt heisst es oft: sehen wir mal was uns begegnet.
Zur Lunchzeit schien sogar die Sonne. War das ein schönes Gefühl im Pullover auf einer Bank zu sitzen und nicht zu frieren.
Heute marschierten wir eine Teilstrecke auf der Fahrradroute. Sehr steil bergauf und bergab auf schmalen Waldwegen wollten wir so viel wie möglich vermeiden. Am Nachmittag wagten wir uns trotzdem auf einen solchen Pfad. Die Sonne schien meist und liess das Herbstlaub, die Bäume, das Moos in intensiven Farben schimmern. Der Wind rauschte durch die Eukalyptusbäume und hüllte uns in Duftwolken. Kurz vor Soto de Luiña gelangten wir wieder auf die Strasse.
Im Dorfzentrum konnten wir in einer Bar den Schlüssel für die Herberge holen, uns Einschreiben und das Donativo bezahlen. Auch hier ist die Herberge in der alten Schule. Keine Heizung, keine Kochmöglichkeit, keine Mikrowelle, viele Betten, noch mehr Matratzen, genügend Wolldecken. Im Dorf ist bei einem Restaurant angeschrieben: Pilgermenue. Etwas warmes essen damit uns von innen geheizt wird!
Wir freuen uns, wenn wir ein nächstes Mal wieder ein geheiztes Quartier bekommen.
Montag, 25. November 2013
122. Tag, Montag, 25.11.13
Avilės - Soto del Barco mit dem Feve (kleiner Zug) Soto del Barco - Cudillero 10 km zu Fuss.
Das Aufwachen heute morgen gestaltete sich wie die letzten Tage. Etwas weniger Regen wurde vorausgesagt, deshalb entschlossen wir uns eine Teilstrecke mit der kleinen Bahn zu fahren und die restlichen Kilometer zu marschieren. Der Zug ist etwa mit dem 'Läufelfingerli' zu vergleichen.
Unterwegs im Zug führten zwei beschwipste Spanier ein lautstarkes Streitgespräch. Der eine sass vorne im Waggon, der andere vier Abteil weiter hinten. Die Köpfe von den anderen Mitreisenden drehten hin und her. Fehlte nur noch, dass sich jemand einmischte. Wir durften glücklicherweise vorher aussteigen. Die Sonne schien sogar.
Zuerst mussten wir uns zurecht finden. Müssen wir nun nach links oder nach rechts gehen und wo finden wir die Muschelmarkierung?
Kaum hatten wir den Weg gefunden begann es zu regnen. Werden wir nun bestraft, weil wir mit dem Zug gefahren sind? Mann schimpfte lautstark und auch Frau rümpfte die Nase. Bei einem Balkon standen wir unter. Das letzte was wir wollten war die Fledermaus hervorholen und mit diesem Flatterding marschieren. Die Sicht wird doch recht eingeschränkt und auf schmalen Pfaden muss man aufpassen, dass man nicht hängen bleibt.
Die dunkle Wolke zog weiter, der Regen wurde schwächer und die Gemüter besänftigten sich wieder. Wir marschierten in normaler Regenbekleidung weiter.
Auf einer Nebenstrasse führte der Weg ins Tal und zum Fluss Nalón. Über die Brücke war für die Fussgänger kaum Platz. Da nicht so viele Fahrzeuge unterwegs waren, marschierten wir einfach auf der Fahrbahn. Auf der anderen Seite ging es weg von der Strasse auf einem sehr steilen Fusspfad nach oben. Auf der Höhe mussten wir erst einen Fotohalt machen und die Aussicht geniessen. Bald ging der Weg durch ein Dorf und wir hielten Ausschau nach einem Platz um unseren Lunch zu verzehren. Bei einem Pique-niquetisch stellten wir unsere Rucksäcke hin, packten sie jedoch gleich wieder weil jemand den Wasserhahn aufdrehte. Es war nur eine kleine, kurze Dusche aber unser Essen verschoben wir trotzdem.
Am Nachmittag ging es auf schönen und nassen Pfaden durch Waldgebiet. Es galt aufzupassen wo man hintrat. Bergauf, bergab, neben Bächlein, im Bächlein, über Stock und Stein. Die Kilometerangaben in unserem Buch können nicht stimmen. Auch wir Schneckenpilger brauchen nicht fünf Stunden für zehn Kilometer!
Zuguterletzt wollte es mit der Unterkunft auch nicht klappen und das Tourist Office hat am Montag geschlossen. Also: zwei Kilometer zurück zum Hotel Alvaro. Dort war angeschrieben 'Abierto' und 'Pilgertarif'. Vor der Tür stellten wir fest, dass niemand da war. Man konnte aber anrufen. Die Frau auf der anderen Seite begriff sofort, dass wir Peregrinos waren und ein Zimmer brauchten. Fife Minuts sollen wir warten, es kommt gleich jemand.
Wir konnten tatsächlich anmelden und bekamen im Gartenpavillon hinter dem Hotel ein schönes, geheiztes Zimmer.
Zum essen konnten wir 400 Meter weiter in ein Restaurant. Dort gab es so riesige Portionen, dass auch hungrige Pilger aufgeben müssen.
Sonntag, 24. November 2013
121. Tag, Sonntag, 24.11.13
Heute morgen beim Aufwachen 'hörte' ich das selbe Wetter wie seit Tagen: Regen. Nicht sehr motivierend zum aufstehen. Allein die Aussicht aufs Frühstück lockte. Seufzend schälte ich mich unter der warmen Decke hervor. Nach der heissen Dusche war ich auf Betriebstemperatur und konnte sogar ohne Stinklaune an den Tisch sitzen.
Danach hiess es wieder Rucksack packen, verabschieden, weiter reisen. Der Weg zum Busbahnhof war schnell gefunden, wir mussten bloss ein Stück weit dem Muschelzeichen in umgekehrter Richtung folgen. Ein letztes Foto am Hafen, natürlich mit Regen und das Versprechen: wir kommen wieder. Gijón gefällt uns.
Die Busfahrt nach Avilės dauerte 30 Minuten und kostete nur 2.40€ p.Person. Für uns sind das nach wie vor unglaubliche Preise.
Avilės gilt mit seinen 85'000 Einwohnern als Großstadt. Viel Industrie, vergangene und gegenwärtige, bringen einen gewissen Wohlstand. Es hat eine schöne und gepflegte Altstadt.
Unseren Übernachtungsplatz suchten wir zuerst bei der Pilgerherberge. Nachdem wir in unserem Buch nicht gerade Erfreuliches gelesen hatten, waren wir vorsichtig. Wir dachten, seit den Recherchen zum Buch sind vier Jahre vergangen, vielleicht wurde renoviert. Als wir jedoch die durchgerostete Eingangstür sahen, entschlossen wir uns ein Zimmer in einer Pension zu suchen. Feucht und kalt hatten wir schon zur genüge, das müssen wir uns nicht antun.
Mit dem Stadtplan in der Hand liefen wir ins Zentrum zurück. Immer wieder blieben wir stehen und schauten die schönen Gebäude an. Ein Mann kam zu uns und fragte was wir suchen. Als er merkte, dass wir deutsch sprechen, wechselte er in ein gebrochenes deutsch. Er zeigte uns zwei Wege zu günstigen Pensionen. Dann vergewisserte er sich, dass wir auch den richtigen Weg einschlugen. Nun war es einfach zu einem sauberen, günstigen Zimmer zu kommen. Wir logieren in einem schönen Altstadthaus im Zentrum und unser Zimmer hat einen Erker zur Fussgängerzone.
Samstag, 23. November 2013
120. Tag, Samstag, 23.11.13
Jupi, wir haben keinen Dauerregen mehr! Aber ganz ohne Nass von oben geht es nicht. Zwischen halb zehn und halb zwölf war es richtig sonnig. Danach kauften wir uns einen Schirm, der sogleich eingeweiht wurde.
Wir besichtigten den Cerro de Santa Catalina, den Hügel auf der Halbinsel, mit den alten Befestigungsanlagen. Auf dem Weg zum Parque de Isabel la Catolica begann es einmal mehr zu regnen und wir verwarfen dieses Vorhaben wieder. Stattdessen wärmten wir uns in einer Cafeteria wieder auf und machten anschliessend einen ausgiebigen Schaufensterbummel. Als sich die Sonne nochmal hervorwagte machten wir einen Strandspaziergang und entdeckten dabei auch heute einen Regenbogen.
Während wir ein grosses Frachtschff bei der Hafeneinfahrt beobachteten zogen die nächsten schwarzen Wolken auf. Wir beschlossen in die Unterkunft zurück zu gehen, Siesta zu halten und wenn wieder Leben in der Stadt ist, nochmal einen Bummel zu wagen.
Wieder unterwegs suchten wir erfolglos einen offenen Tabaco Laden (dort kauft man Briefmarken).
Marschierten durch verschiedene Strassen und entschlossen uns, heute endlich in eine Sidreria zu gehen. Hier an der Nordküste wird der Sidra, der Apfelmost besonders gern und oft getrunken. Speziell ist jedoch die Art des Einschenkens: mit der einen Hand wird die Flasche so hoch wie möglich gehalten mit der anderen Hand hält man das Glas so weit unten wie möglich und in weitem Bogen wird eingeschenkt. Ziel dieser Übung ist so viel Sauerstoff wie möglich in den Most zu bringen um den Geschmack weiter zu verbessern.
Für spanische Verhältnisse waren wir natürlich zu früh zum essen, fanden jedoch glücklicherweise ein Lokal wo wir vor acht Uhr eine warme Mahlzeit bestellen konnten.
Wir haben gestern und heute soviele Kilometer kreuz und quer durch die Stadt gemacht, dass es sicher bis Avilės reichen würde. Da die Wegverhältnisse nicht besser geworden sind, nehmen wir morgen den Bus nach Avilės.