Mittwoch, 13. August 2014

11.8. / 12.8.14 Campingplatz Fichtelsee

Montag
Wir sind im Wanderparadies Fichtelgebirge. Wie ein riesiges Hufeisen, mit der Öffnung nach Nordosten, liegt das Fichtelgebirge zwischen Hof, Bayreuth und Weiden. Der Höchste Gipfel ist mit 1051 Metern der Schneeberg. Wie der Name sagt bestehen die Wälder zum grossen Teil aus Fichten abwechselnd mit Moorgebiet, Heidelbeersträuchern, Himbeeren etwas Laubbäumen. Dazwischen Felsblöcke wie von einem Riesen hingestreut. Vielleicht ist Obelix hier gewesen?
Am Morgen wollten wir bloss in den Ort um Milch, Brot und Fleisch zu kaufen.
Sechs Stunden und zehn Kilometer später waren wir wieder zurück. Das Gewünschte, einige Käsespezialitäten direkt vom Bauernhof und einen schönen, selber gefunden Steinpilz im Gepäck. Auf dem Heimweg vom Einkauf führte die ‚Abkürzung‘ durch (wie kann es auch anders sein?) Fichtenwald und Heiner stolperte beinahe über die Steinpilze. Der Grosse war leider schon ganz arg angenagt, der Kleine war immer noch gross genug um unser Rotweinrisotto wunderbar anzureichern.
Damit keine falschen Eindrücke entstehen muss ich hier klarstellen: wir sind weder Pilzkenner noch Sammler. Fünf Minuten vor diesem Fund wurden wir von einer Frau gefragt ob wir Pilzsammler seien. Weil ich wusste, ich habe noch Gelegenheit zu fragen nahm ich diesen Pilz mit. Nicht weit von dieser Stelle befand sich der Eingang zu einem Besucherbergwerk. Vor dem Eingang trafen wir die Frau wieder, da wurde dann bestätigt: ja das ist ein Steinpilz.
Da wir schon mal vor Ort waren, wollten wir das Bergwerk Gleissinger Fels auch besichtigen. In der Mine wurde seit dem Mittelalter Hämatit abgebaut. Die Führung dauerte etwa 50 Minuten, führte 500 Meter tief hinein in den Berg, vorbei an vielen Abzweigungen und einem 35 Meter tiefen senkrechten Schacht. Ich war erstaunt, dass ich in dem Stollen kein beklemmendes Gefühl bekam. Die ganzen Gänge sind Eiförmig gehauen und mussten dadurch nirgends abgestützt werden. Die Kraftübertragung wird mit dieser Technik optimal abgeleitet.

Nach einem ‚Zvieri‘ vor unserem Wohnmobil hängten wir nochmal sieben Kilometer an die heutige Tour an. Dieses Mal auf der andere Seite des Fichtelsees.
Es ergab einen schönen Abendspaziergang. Erst um acht Uhr waren wir wieder zurück. zu müde um noch zu kochen klaubten wir die leckeren Käsesorten aus dem Kühlschrank. Zusammen mit einem Glas Rotwein und dunklem Indianerbrot ein genussvolles Abendessen.


Dienstag

Heiner hatte am Vorabend das Tape an seinem linken Fuss entfernt. An den Stellen wo das Tape klebte gab es keinen Bluterguss, dafür bei den mittleren Zehen und beim inneren Knöchel. Die Schwellung hält sich in Grenzen und lässt sich mit Manueller Lymphdrainage gut behandeln. Schmerzen hat er kaum, bloss bei sehr unebenem Untergrund muss er aufpassen.
Da wir eine Wanderung auf den Schneeberg vor hatten zogen wir die hohen Wanderschuhe an. Diese geben auch eventuell wackeligen Füssen einen guten Halt. Eine sehr schöne Wanderroute hatten wir uns ausgesucht. Im Rucksack den Mittagslunch und im Hinterkopf die Idee auf dem Gipfel Kaffee und Kuchen zu bestellen. Herr und Frau Schweizer haben immer das Gefühl auf jeder nennenswerten Erhöhung habe es ein Restaurant. Die Erfahrung hat uns in der Vergangenheit eines Anderen belehrt …. und doch fallen wir immer wieder herein!
Es hatte ein grosses Gebäude und einen Turm auf dem Schneeberg, das Ganze ist mit Stacheldraht umzäunt. Militärgebiet von den Ami’s!
Kaffe- und Kuchengelüste mussten zwangsläufig ignoriert werden. Nach einem kurzen Aufenthalt auf der zugigen Aussichtsplattform machten wir uns an den Abstieg.
Zwei Stunden und drei Geocaches später waren wir wieder im Tal angelangt. Hurra, hier gab’s endlich Früchte- und Käsekuchen und unsere geliebte schwarze Brühe! So gestärkt schafften wir die restliche Stunde Fussmarsch bis nach ‚Hause‘ problemlos.

Sonntag, 10. August 2014

8.8. – 10.8.14 Neubäu - Fichtelberg

Freitag
Heiners Fuss funktioniert noch, aber bergauf, bergab und auf schrägen Untergrund kann er nicht so gut gehen.
Zum schnelleren Abtransport der überschüssigen Flüssigkeit im Gewebe habe ich ein KinesioTape geklebt. Dies gibt auch das Gefühl von Stabilität und er kann trotzdem mit uns in der Gegend herumspazieren.

Wir haben uns erkundigt, wie man mit ÖV nach Regensburg kommt. Bei der Kirche mitten im Dorf sei die Bushaltestelle, oder auf der anderen Seite des Ortes sei ein Bahnhof. Was wir nicht wussten: bei beiden Haltestellen existiert nur ein minimales Angebot von Morgen, Mittag und Abendverbindungen. Drei Kilometer vergeblicher Fussmarsch vom Campingplatz zur Bushaltestelle, danach zum Bahnhof und wieder auf den Campingplatz. Büsli umbauen und vom Zelt abkoppeln, dann selber nach Regensburg fahren war die beste Lösung. Für Stadtbesichtigung blieb schlussendlich nicht mehr so viel Zeit. Immerhin sahen wir, dass es sich lohnt diese Altstadt zu einem späteren Zeitpunkt nochmal zu besuchen.
Wieder zurück auf dem Platz mussten wir feststellen, dass nun wirklich enge Verhältnisse sind. Das wird jedes Fleckchen vermietet. Ueli hat sein Fahrzeug nur noch mit Schwierigkeiten und Zirkeln wieder ans Zelt andocken können.


Samstag
Während dem Frühstück stellten wir fest, dass in der Wohnwagengasse schräg gegenüber ein Festzelt aufgebaut wird. Ein Kühlwagen für Getränke stand auch schon bereit und ein Grossgrill für’s Spanferkel oder etwas Ähnliches befand sich am Wegrand. Hilfe! Was wird das?!
Wir wollten einen Ausflug zum Waldwipfelpfad machen. Da wir befürchteten, danach gar nicht mehr parken zu können, stellten wir Stuhl und Pannendreieck auf den Platz vor dem Zelt.

Der Waldwipfelpfad ist ein Holzsteg in luftiger Höhe (www.WaldWipfelWeg.de). Zusätzlich hat es Informationen zu Flora und Fauna, Optische Phänomene, ein Haus auf dem Kopf etc.
Es gab viel zu sehen und zu testen. Schliesslich wurden die Kleinen sehr müde. Mit einer süssen Zwischenmahlzeit konnten wir den Besuch noch ein wenig ausdehnen, dann war aber endgültig Schluss. Auf der Rückfahrt haben beide geschlafen.

Auf dem Campingplatz stellten wir fest: zum Glück haben wir unseren Platz abgesperrt. Das Fest war schon in vollem Gange und es wurde nur widerwillig Platz gemacht damit das Fahrzeug wieder ans Zelt gestellt werden konnte.
Mit einer Selbstverständlichkeit wurde der Weg und jede freie Fläche blockiert.
Die Musik dröhnte bis Mitternacht, danach gab es nur noch ‚Gesang‘ und Gespräche.
Nach zwei Uhr wurde es dann endlich ruhig. Tja, Dauercamper’s Sommerfest ….. direkt gegenüber von den Touristenplätzen. Keine gute Sache sowohl das Eine zu erlauben wie auch das Andere zu vermieten.
Die Kleinen sind irgendwann trotzdem eingeschlafen, wir Grossen haben bis Mitternacht Eile mit Weile gespielt.

Sonntag
Nach einer sehr kurzen Nachtruhe mussten wir heute schon wieder zusammen packen. Vor der Weiterfahrt setzten wir uns ins Restaurant, bestellten einen Lunch und liessen die Kinder nochmal im See baden. Die genossen das Ausgiebig.
Danach hiess es Abschied nehmen. Denise, Ueli und die Kinder fahren zurück in die Schweiz, uns zog es in die Wälder. Der Campingplatz Fichtelsee in Fichtelberg war unser Ziel. Am Nachmittag, nach etwa 125 Kilometer Fahrt Richtung Bayreuth, durften wir uns auf diesem schönen und ruhigen Camping einen Platz aussuchen.
Nach dem Einrichten und einer Kaffeepause spazierten wir um den wunderschönen See.

Donnerstag, 7. August 2014

7.8.14 Windischeschenbach - Neubäu

See-Campingpark
Donnerstag
Nach einer angenehmen ruhigen Nacht auf dem Bauernhofcamping konnten wir gut ausgeruht starten.
Die schöne Fahrt über Hügel, durch Täler oder grosse Tannenwälder genossen wir sehr. Kurz vor Mittag trafen wir am vereinbarten Ziel ein. Eine halbe Stunde später fuhren Tochter, Schwiegersohn und die Kinder vor. So schön die Vier in die Arme schliessen zu können.

Wir haben Plätze nebeneinander bekommen und richteten uns ein. Später konnten die Kinder am seichten Ufer im See plantschen.
Pechvogel des Tages war Heiner. Kurz vor dem Nachtessen ist er beim verlassen des Campers mit dem Fuss abgeknickt. Nun ist unser Eiswürfelvorrat aufgebraucht und Heiner am hinken.

Mittwoch, 6. August 2014

6.8.14 Lutherstadt Wittenberg – Windischeschenbach

Campingplatz Schweinemühle

Mittwoch
In Wittenberg gäbe es jede Menge zu sehen und erkunden. Auch die Landschaft lud zum wandern oder Rad fahren. Bloss Martin’s reisten am Morgen bereits wieder weiter. Im Hinterkopf ist diese Stadt gespeichert. Die wollen wir bei sich bietender Gelegenheit besichtigen.
In den durchquerten oder gestreiften Gebieten von Anhalt – Thüringen – Sachsen und jetzt in Bayern gab und gibt es viel Verlockendes. Wir haben für Morgen jedoch ein Ziel: unsere Enkelkinder, Tochter und Schwiegersohn in die Arme schliessen und ganz feste drücken. Dazu müssen wir nur noch knapp hundert Kilometer fahren.

Aus relativ flacher Landschaft fuhren wir stetig den Hügeln zu. Ganz langsam wechselte das Gelände von sanft geschwungen über abwechselnd kleinere Hügel und durch liebliche Täler bis zu den bewaldeten Hügeln und manchmal auch steilen Passagen in Bayern.
In Sachsen machten wir in einem kleinen Dorf einen Kaffeehalt. In einer kleinen Bäckerei mit einem Bistrotischchen liessen wir uns nieder, bestellten Kaffee und zwei Gebäck. Am Schluss kauften wir noch ein Brot und ein Pfund hausgemachte Nudeln dazu. Die Rechnung: 5 Euro 20! Wir zweifelten an der Richtigkeit. Die Verkäuferin rechnete nochmal nach …. Doch, doch, das sei schon richtig.

Nach zwei weiteren Stunden Fahrt machten wir Halt bei einem Rasthof für Fernfahrer. Es galt zu überlegen, ob wir auf diesem Parkplatz übernachten wollen. Nach einem Imbiss entschieden wir noch etwa 50 Kilometer zu fahren. Da uns das Navi keinen geeigneten Übernachtungsplatz zeigen wollte schauten wir im Internet.
Wir entschieden uns für den Campingplatz in Windischeschenbach, tippten die Adresse ins Navi und machten uns auf die Weiterfahrt. Es ging durch immer kleinere Dörfer um unmögliche Ecken und als wir schliesslich auf einen Waldweg einbiegen sollten, verweigerten wir diese Passage. Das Navi hat kurzerhand die direkteste Linie zu diesem Platz genommen. Mit zwei Kilometer mehr konnten wir auf der Asphaltstrasse bleiben und erreichten diesen Naturcampingplatz trotzdem. Und siehe da: Nomen est Omen.... es riecht tatsächlich nach Schwein. Morgen früh können wir uns vor der Weiterfahrt im Hofladen noch eindecken mit Hoferzeugnissen.

Dienstag, 5. August 2014

4.8. / 5.8.14 Loissin – Lutherstadt Wittenberg

Montag
In der Nacht hatte es lange und heftig geregnet. Der schon sehr nasse Boden konnte die weiteren Wassermassen nicht genügend aufnehmen. An verschiedenen Stellen auf dem Platz gab es kleinere oder grössere Pfützen. Ein Wohnwagen mit Vorzelt stand komplett im Wasser. Zum Sanitärgebäude trug man am besten Wassertaugliche Sandalen.
Für’s Aufräumen und Zusammenpacken liessen wir uns den ganzen Tag Zeit. Ein kurzer Ausflug nach Lubmin lockerte etwas auf. Ohh, warum sind wir nicht viel früher auf die Idee gekommen nach Lubmin zu fahren? Da hat es einen so schönen Badestrand. Tja … zu spät!
Das Mittagessen liessen wir aus. Wir hatten auf 19 Uhr beim Griechen einen Tisch reserviert. Da wir die Riesenportionen kannten, verzichteten wir gerne auf den Lunch.
Am Nachmittag konnte Hans sein Vorzelt einigermassen trocken abbrechen.
Voller Vorfreude und mit grossem Hunger nahmen wir den kleinen Fussmarsch zur Taverne in Angriff. Wir standen zehn Minuten zu früh auf der Matte, durften trotzdem unseren Tisch in Beschlag nehmen. Danach ging es leider nicht mehr so reibungslos. Die Serviertochter machte einen verwirrten, überforderten Eindruck. Vor vier Tagen erlebten wir sie als sehr kompetente Fachfrau.
Die Stimmung unter dem Personal war gar nicht gut. Wir hörten wie die Gäste am Nebentisch darauf aufmerksam gemacht wurden, dass es etwa eine Stunde daure bis das Essen komme (wenn man nicht reserviert hat). Wir machten uns keine Sorgen, wir hatten ja reserviert. Es dauerte dann auch keine Stunde bis unser essen auf dem Tisch stand …. es waren nur 100 Minuten! Inzwischen war die Serviertochter davongelaufen ….! Der Umgangston von Chefe und Chefin, zusätzlich zum gerenne, war ihr wohl zu viel. Was alles vorgefallen war entzog sich unserer Kenntnis, es muss einiges gewesen sein.
Unsere Teller waren wieder gefüllt mit sehr gut zubereiteten Griechischen Spezialitäten. Wir wurden so satt, dass wir entschieden den Kaffee erst im Wohnwagen zu nehmen. Zuerst mussten wir einen Verdauungsspaziergang machen.
Auf die Rechnung warteten wir dann nochmal mehr als 30 Minuten, erst nach dem dritten Nachfragen kam endlich jemand.
Beinahe Zeitgleich mit uns verliessen zwei Familien das Restaurant. Sie hatten zwei Stunden auf ihr essen gewartet und als sie von der inzwischen zu kühlen Gartenwirtschaft ins Innere des Restaurants wollten, verweigerte ihnen der Wirt den Zutritt, weil sie einen kleinen Hund dabei hatten. Der Hund hätte von der Grösse her in die Handtasche gepasst. Zudem stellte sich heraus, dass ihre Essensbestellung verloren gegangen war. Hungrig und gefrustet verliessen sie das Lokal. Die eine Frau war so enttäuscht. Immer wieder sagte sie: „der Wirt kennt uns, wir hatten unser Hochzeitsessen bei ihm. Wir sind schon oft bei ihm gewesen. Ich versteh das nicht. Ich versteh das nicht.“

Dienstag
Alle vier schliefen wir schlecht. Die Mahlzeit war zu üppig für diese späte Zeit. Wir waren zu hungrig, assen dadurch zu schnell und deshalb auch zu viel.
Zu blöd!

Die Nacht auf dem gut gefüllten Campingplatz war nicht so ruhig wie man es gerne hätte. Zeit zum Weiterziehen. Diese Art Platz gehört in der Hauptsaison den jungen Leuten und den Familien.

Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück mit unserem Besuch machten wir die Fahrzeuge startklar. Für Heiner gab es eine kleinere Operation: durch den starken und ausgiebigen Regen sanken die Stützen unter unserem Fahrzeug in den Matsch. Das Gewicht vom Fahrzeug mit dem vollen Abwassertank drückte die eine Stütze so richtig zünftig in die Maulwurfgänge die „Pauli“ unter unseren Häuschen geschaufelt hatte. Schliesslich gelang es doch und unser Aufbruch konnte starten.

Hans fuhr auf die Autobahn Richtung Berlin. Christina muss nächste Woche wieder arbeiten. Wir fuhren ungefähr in die selbe Richtung, bloss hielten wir uns an die Landstrassen.
Die Unwetter der letzten Tage hatten ordentlich Schäden verursacht. Viele beschädigte, zerrissene oder entwurzelte Bäume säumten unseren Weg.
Die Nacht verbringen wir auf einem kleinen Campingplatz in Wittenberg.

Sonntag, 3. August 2014

2.8. / 3.8.14, Loissin

Samstag
Nach einem gemütliche Start in den Tag machten wir uns auf in die Stadt Greifswald. Unser Besuch wollte Mitbringsel kaufen für die Daheimgebliebenen. Das Einkaufszentrum bietet viele Möglichkeiten, da hat es für jeden Geschmack und jedes Budget etwas.
Auf dem Heimweg liessen wir Frauen uns am Stadtrand absetzen, wir wollten die 15 Kilometer zurück wandern. Schade hat es hier nicht so schöne Wanderwege, wir mussten auf dem Radweg der Strasse entlang gehen. Wir Schwestern hatten immer irgend ein Thema zu verhandeln, so störte der Autoverkehr nicht übermässig. Die ersten acht Kilometer entlang der vielbefahrenen Strasse bis Kemnitz legten wir zügig zurück, dann wurde es zusehends schwieriger weitausgreifende Schritte zu machen. Ein angeschriebenes Haus oder eine öffentliche Bedürfnisanstalt wäre dringend notwendig gewesen, bloss in den kleineren Ortschaften gibt es weder das Eine noch das Andere. Ausgangs Dorf passierten wir ein Clubhaus, es sah so aus als sei das eine Restaurant und doch sah es privat aus. Im Zweifelsfall fragen.
Wir fragten die drei Herren die eben am dekorieren für ein Fest waren. "Ist dies ein öffentliches Lokal? Oder wo gibt es so eines? Wir müssten dringend auf die Toilette?" "Nein, dies ist nicht öffentlich, aber auf die Toilette könnt ihr trotzdem. Und wenn ihr danach ein kühles Alster möchtet .... für 2.50 bieten wir auch das." Aber gerne, diese Gelegenheit liessen wir uns nicht entgehen. Beim Verabschieden gaben die Herren uns einen Gruss für die Schweiz mit, sie bekämen am Abend auch Besuch aus Luzern. Da gaben wir natürlich gleich einen Gruss an die Luzerner zurück.
Nach dieser Pause konnten wir mit frischem Schwung weiter wandern.
Müde aber zufrieden trafen wir auf dem Campingplatz ein. Gemeinsam bereiteten wir das Nachtessen vor und verbrachten einen schönen Abend unter dem Zeltdach.

Sonntag
Um ein Uhr in der Nacht ging es mit dem Gewitter los. Erst zaghaft zwei drei Donner weit entfernt, dann ruhig für etwa 45 Minuten und danach unaufhörlich Blitz, Donner, starke Regengüsse abwechselnd mit Windböen. An Schlaf war nicht mehr zu denken bis etwa fünf Uhr. Solche Gewitter verursachen ein mulmiges Gefühl.
Unsere Behausungen hielten stand. Für diejenigen in den Zelten war es bestimmt eine sehr unangenehme Nacht. Pech für einen Nachbar drei Parzellen weiter vorn, er hatte vergessen das Schiebedach beim Auto zu schliessen ..... !

Heute unternehmen wir nicht viel. Die gestörte Nachtruhe macht sich bemerkbar. Zudem sind für den heutigen Nachmittag weitere heftige Gewitter angesagt.

Tja, und dann fühlte ich mich gedrängt wieder einmal einen Blogeintrag zu verfassen! .... aber den Besuch schicke ich trotzdem nicht nach Hause, nur damit ihr wieder täglich mein Geschreibsel lesen könnt ;-)

Morgen heisst es wieder aufräumen und zusammenpacken. Am Dienstag ist Weiterreise.

Freitag, 1. August 2014

28.7. - 1.8.14, Campingplatz Loissin an der Ostsee

Wir sind immer noch an geniessen der Tage mit Christina und Hans. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zog ein heftiges Gewitter über das Land. Im Radio hörten wir von zum Teil schrecklichen Schäden, unser Campingplatz hat es ohne Schaden überstanden. Am Mittwoch Nachmittag wurde es plötzlich düster, sogar so dunkel als wäre es schon Abends um zehn Uhr. Ein mulmiges Gefühl machte sich breit. Heiner schaute nach den Wettervorhersagen und verkündete: es gibt Unwetterwarnung! Wiederum traf es einige Ortschaften in der Umgebung, der Campingplatz wurde verschont.
Diese beiden Gewitter waren die einzigen Schlechtwetterzonen seit wir hier sind.

Bei Greifswald befinden sich imposante Klosterüberreste. Schöne Fotomotive.
Wir besichtigten das Haus auf dem Kopf in Trassenheide und die Welt der Erfindungen in Pudagla, beides auf der Insel Usedom.
Beide stark beworbenen Attraktionen hatten uns enttäuscht. Wir hatten mehr erwartet und entschieden: das Preis - Leistungsverhältnis stimmt nicht!

Gestern fuhren wir nochmal auf die Insel, dieses Mal nach Peenemünde. Heiner und Hans besichtigten das Technisch-Historische-Museum, Christina und ich steuerten direkt in die Ausstellung Phenomenal. Alle vier fanden wir am Schluss: diese Ausstellungen sind jeden Euro wert. Wir Frauen konnten in der Ausstellung die verblüffendsten Experimente machen. Lustiges, bekanntes oder phenomenales liessen die Stunden im Nu verfliegen.

Heute, an unserem Nationalfeiertag, hatten wir natürlich Schweizerfähnchen in den Frühstücksbrötchen!
Jetzt ist es zu warm um irgendwas zu unternehmen. Am späteren Nachmittag machen wir noch eine Radtour.