Samstag. Nach dem Frühstück fahren wir mit der nötigen Vorsicht ins Städtchen Newton Stewart. Die ausgesuchte Garage hatte leider geschlossen aber ein hilfsbereiter Mitarbeiter der Tankstelle konnte uns, im selben Ort, eine Werkstatt empfehlen die Samstags offen hat und bei unserem Problem helfen könne.
Es stellte sich heraus, dass wir einen Nagel eingefangen hatten. Nach einer halben Stunde hatte ein junger Mechaniker das Loch geflickt, den Reifen wieder montiert und die anderen drei auch gleich noch kontrolliert. Wir beglichen die Rechnung und liessen dankbar ein Trinkgeld und ein Säckli Baselbieter Rahmtäfeli für den jungen Mann zurück.
Wir setzten die Fahrt fort und erwischten noch im Städtchen eine falsche Abzweigung. Babette wollte nicht mehr arbeiten, ihr ist der 'Saft' ausgegangen. Mist! Bei der gestrigen Aktion mit dem Reparaturset hat es wohl die Sicherung genommen. Wir hielten auf einem Parkfeld am Strassenrand und Heiner machte sich an Elektroblock unter dem Fahrersitz zu schaffen. Es war definitiv nicht der geeignete Ort zum am Auto ein Problem beheben. So viele Passanten strömten Richtung Zentrum und bald wussten wir auch warum: beim einem Denkmal hatten sich Dudelsackspieler aufgestellt und liessen herrliche Melodien erklingen.
Ich hatte inzwischen herausbekommen wie wir richtig fahren müssen. Wir wendeten und verliessen den betriebsamen Ort. Einige Kilometer weiter fanden wir einen ruhigeren Parkplatz wo wir unser Problem beheben konnten.
Die defekte Sicherung befand sich nicht unter dem Sitz sondern vorne beim Motor.
Nun müssen wir bei nächster sich bietenden Gelegenheit Ersatzsicherungen kaufen.
Inzwischen war es Nachmittag und wir hatten noch 170 Kilometer zu fahren.
Gerne hätten wir auf einem Campingplatz nördlich von Glasgow übernachtet. Daraus wurde nichts: alles belegt.
Glasgow rennt uns nicht davon, wir fuhren weiter, hielten die Augen offen auf eventuell auftauchende Campingschilder.
Wir fanden einen kleineren Platz, der nicht in unserem Verzeichnis ist, der uns einen Übernachtungsplatz bieten konnte.
Blog von unterwegs mit dem Wohnmobil. Ziel: Europa und die Welt bereisen solange es Spass macht und die Gesundheit erlaubt. Tagebuch vom Jakobsweg Basel - Vezelay - Limoges - Orthez, Bilbao - Ribadeo - Santiago - Finisterra 27. Juli 2013 bis 28. Dez. 2013
Sonntag, 8. Juli 2018
06.07.18, Haltwristle – Wild Goat Parkplatz, Newton Stewart
Freitag. Heute fuhren wir über die schottische Grenze. Ein grosses Schild am Strassenrand hiess uns Willkommen in Schottland.
Die erste Ortschaft war Gretna Green und die wollten wir besichtigen. Berühmt ist der eher kleine Ort wegen den Eheschliessungen die man in früheren Jahren ganz unkompliziert beim Schmied schliessen konnte. Oft landeten (englische) jugendliche Ausreisser, deren Eltern gegen eine Eheschliessung waren, hier in der Schmiede und am Amboss wurde das Gelübde besiegelt. Auch heute kann man noch in der Schmiede sein Eheversprechen abgeben, aber es wird ganz anders vermarktet und man muss sich lange vorher anmelden.
Ein Kilt tragender Dudelsackpfeiffer stand spielend auf dem Platz, junge Männer im Schottenrock standen wartend daneben. Dann erschien eine weiss gekleidete Braut, raffte ihren Rock und verschwand eilig über die Stufen in der Schmiede. Der Zugang wurde abgesperrt, die Zeremonie war privat.
Wir machten Fotos, bummelten durch einige der zahlreichen Souvenierläden, tranken Kaffee, gingen zurück zu unserem Fahrzeug und setzten unsere Fahrt fort.
Schon die ersten Kilometer durch die schottische Landschaft gefielen uns sehr. Die Hügel sind höher geworden, das Land zum Teil rauer, wilder und allgegenwärtig die kleineren und grösseren Lochs.
Beim anvisierten Campingplatz hatten wir kein Glück: alles belegt.
Wir suchten im Navi einen anderen Platz und fuhren in diese Richtung los. Eigentlich sind wir schon weit genug gefahren, die Vorräte sind gefüllt, Wasser haben wir auch und in Schottland darf man frei stehen zum Übernachten. Als am Strassenrand ein geeigneter Parkplatz auftauchte, schwenkten wir von der Strasse ab und platzierten uns in einer angenehmen Position.
Heiner kontrollierte einmal mehr unseren linken Hinterreifen. Da haben wir zu wenig Luft. Schon vor einigen Tagen hat er den Reifendruck geprüft und nachgefüllt, nun ist schon wieder zu viel Luft entwichen. Mit dem Reparaturset von unserem Fahrzeughersteller machte Heiner eine Notfallreparatur. Ich suchte in der Zwischenzeit die nächstgelegene Garage die am Samstag angeblich offen sein soll. Die dreizehn Kilometer sollten wir morgen noch bewältigen können.
Wir verbringen eine angenehme, ruhige Nacht auf dem abgelegenen Parkplatz.
Die erste Ortschaft war Gretna Green und die wollten wir besichtigen. Berühmt ist der eher kleine Ort wegen den Eheschliessungen die man in früheren Jahren ganz unkompliziert beim Schmied schliessen konnte. Oft landeten (englische) jugendliche Ausreisser, deren Eltern gegen eine Eheschliessung waren, hier in der Schmiede und am Amboss wurde das Gelübde besiegelt. Auch heute kann man noch in der Schmiede sein Eheversprechen abgeben, aber es wird ganz anders vermarktet und man muss sich lange vorher anmelden.
Ein Kilt tragender Dudelsackpfeiffer stand spielend auf dem Platz, junge Männer im Schottenrock standen wartend daneben. Dann erschien eine weiss gekleidete Braut, raffte ihren Rock und verschwand eilig über die Stufen in der Schmiede. Der Zugang wurde abgesperrt, die Zeremonie war privat.
Wir machten Fotos, bummelten durch einige der zahlreichen Souvenierläden, tranken Kaffee, gingen zurück zu unserem Fahrzeug und setzten unsere Fahrt fort.
Schon die ersten Kilometer durch die schottische Landschaft gefielen uns sehr. Die Hügel sind höher geworden, das Land zum Teil rauer, wilder und allgegenwärtig die kleineren und grösseren Lochs.
Beim anvisierten Campingplatz hatten wir kein Glück: alles belegt.
Wir suchten im Navi einen anderen Platz und fuhren in diese Richtung los. Eigentlich sind wir schon weit genug gefahren, die Vorräte sind gefüllt, Wasser haben wir auch und in Schottland darf man frei stehen zum Übernachten. Als am Strassenrand ein geeigneter Parkplatz auftauchte, schwenkten wir von der Strasse ab und platzierten uns in einer angenehmen Position.
Heiner kontrollierte einmal mehr unseren linken Hinterreifen. Da haben wir zu wenig Luft. Schon vor einigen Tagen hat er den Reifendruck geprüft und nachgefüllt, nun ist schon wieder zu viel Luft entwichen. Mit dem Reparaturset von unserem Fahrzeughersteller machte Heiner eine Notfallreparatur. Ich suchte in der Zwischenzeit die nächstgelegene Garage die am Samstag angeblich offen sein soll. Die dreizehn Kilometer sollten wir morgen noch bewältigen können.
Wir verbringen eine angenehme, ruhige Nacht auf dem abgelegenen Parkplatz.
05.07.18, Haltwristle
Donnerstag. Bei noch angenehmen Temperaturen starteten wir unsere Wanderung zum und entlang des Hadrian's Walls. Vom Campingplatz aus schlugen wir einen Bogen, damit wir nicht weit auf der stark befahrenen Strasse laufen müssen. Von weitem sahen wir den Wall, der an einigen Stellen ein hoher Erdwall ist und über viele Kilometer aus einer beachtlichen Mauer besteht. Entlang dieses 117 Kilometer langen Walls standen etliche Wachtürme und Kastelle. Von einigen kann man noch die Überreste sehen.
Wir kletterten bergauf und stiegen bergab und wieder hinauf immer entlang der Steine. Meist hatten wir einen wunderbaren Ausblick.
Nach dem Lunch überzog sich der Himmel grau und mit einem mal wehte ein kühler Wind. Eben hatten wir uns noch den Schweiss von Stirn und Nacken gewischt, nun musste ich im Rucksack nach etwas Wärmerem suchen. Innert kurzer Zeit so ein Temperaturrückgang.
Wir marschierten mutig noch zwei oder drei Kilometer weiter, bevor wir uns entschieden nun doch über den weiter im unten im Tal liegenden Pfad den Heimweg anzutreten. Auf dem letzten Wegteil vor dem Campingplatz kam sogar die Sonne wieder zum Vorschein. Aber die Temperatur erreichte die 20° Marke nicht mehr.
Wir kletterten bergauf und stiegen bergab und wieder hinauf immer entlang der Steine. Meist hatten wir einen wunderbaren Ausblick.
Nach dem Lunch überzog sich der Himmel grau und mit einem mal wehte ein kühler Wind. Eben hatten wir uns noch den Schweiss von Stirn und Nacken gewischt, nun musste ich im Rucksack nach etwas Wärmerem suchen. Innert kurzer Zeit so ein Temperaturrückgang.
Wir marschierten mutig noch zwei oder drei Kilometer weiter, bevor wir uns entschieden nun doch über den weiter im unten im Tal liegenden Pfad den Heimweg anzutreten. Auf dem letzten Wegteil vor dem Campingplatz kam sogar die Sonne wieder zum Vorschein. Aber die Temperatur erreichte die 20° Marke nicht mehr.
04.07.18, Silloah – Haltwristle
Mittwoch. Es geht eine kleines Stück weiter. Der Hadrian's Wall, die Römische Grenzbefestigung die in den Jahren 122 bis 128 gebaut wurde möchten wir sehen. Wir hatten einen kleinen Campingplatz in der Nähe ausgesucht. In der nächstgelegenen Ortschaft Haltwristle stockten wir noch unsere Vorräte auf, dann steuerten wir den abgelegenen Campingplatz an. Das Gebiet lockt zum wandern und wir wollten gerne vier Nächte bleiben. Leider hat es nur bis Freitag platz, das Wochenende ist ausgebucht.
Eilig platzieren wir uns, trinken einen Kaffee und schnüren dann die Wanderschuhe. Wir möchten die kurze Zeit nutzen und marschieren zum ehemaligen Fort Vindolanda.
Im dazugehörenden Museum sehen wir viele Fundstücke aus der alten Zeit.
Eilig platzieren wir uns, trinken einen Kaffee und schnüren dann die Wanderschuhe. Wir möchten die kurze Zeit nutzen und marschieren zum ehemaligen Fort Vindolanda.
Im dazugehörenden Museum sehen wir viele Fundstücke aus der alten Zeit.
03.07.18, Silloah
Dienstag. Wir machten unsere Wanderung am Vormittag. Das Meer hatte sich zurückgezogen und zeigte braune Schlickbilder. Wir marschierten weit auf die einsame Halbinsel hinaus, entdeckten eine runde Steinhütte und suchten den Rückweg zwischen gelbem Gras und halbtrockenen Büschen.
Rechtzeitig zum Spiel Schweiz gegen Schweden waren wir zurück vom 16 Kilometermarsch. Genützt hat es nichts, die Schweizer verloren unglücklich.
Rechtzeitig zum Spiel Schweiz gegen Schweden waren wir zurück vom 16 Kilometermarsch. Genützt hat es nichts, die Schweizer verloren unglücklich.
Mittwoch, 4. Juli 2018
02.07.18, Little Budworth / Chester – Silloah
Montag. Fahrtag. Die ersten 100 Kilometer fuhren wir über Schnellstrassen und Autobahnen. Am Mittag hatten wir genug von drei- und vierspurigen Fahrbahnen. Wir verliessen die M6 und liessen unsere Babette eine alternative Route berechnen. Nun konnten wir die sehenswerte Landschaft des Lake District geniessen.
Jetzt sind wir an der Solway Coast.
Jetzt sind wir an der Solway Coast.
01.07.18, Aberystwyth – Little Budworth / Chester
Sonntag. Sonne, Hitze, kein Regen in Sicht. Wir packten zusammen und setzten die Reise nordwärts fort. Wir fuhren weg von der Küste, möchten die Städte soweit es geht meiden. Noch eine Woche, dann ist auch im Norden von England Hochsaison. Noch finden wir ohne Probleme Übernachtungsplätze, aber in Küstennähe spürt man die nahe Ferienzeit bereits. Die Preise sind in die Höhe geschnellt. Unterwegs sieht man viele Wohnmobile, Wohnwagen und Kleinbusse.
Wir verliessen Wales und durchqueren nun das nördliche England.
Wir verliessen Wales und durchqueren nun das nördliche England.
Abonnieren
Posts (Atom)




