Sonntag. Heute unternehmen wir nicht viel. Ich marschiere etliche Male zwischen WoMo und Waschmaschine hin und her. Danach duften die Betten wieder frisch und sauber.
Am Vortrag bin ich nun soweit, dass ich Texte und Spezialeffekte einfügen kann. Es ist faszinierend, was man da alles machen kann, aber.... manches geht einfach nicht, und ich finde nicht heraus, was ich falsch mache.
Als Sonntagsvergnügen schauen wir im TV 'Pater Brown', einen Film mit Heinz Rühmann.
Blog von unterwegs mit dem Wohnmobil. Ziel: Europa und die Welt bereisen solange es Spass macht und die Gesundheit erlaubt. Tagebuch vom Jakobsweg Basel - Vezelay - Limoges - Orthez, Bilbao - Ribadeo - Santiago - Finisterra 27. Juli 2013 bis 28. Dez. 2013
Montag, 15. Januar 2018
Samstag, 13. Januar 2018
13.01.18, Tavira – Hinojos, Spanien
Samstag. Wir haben gehofft, dass die Wettervorhersage stimmt und wir unbeschadet aus dem Gelände kommen.
Die Regenfront erreicht uns jedoch bereits um acht Uhr anstatt um zehn und verwandelt die braunroten Pisten innert Kürze in einen rutschigen Schlick. Zweifelnd schauen wir aus dem Fenster: sollen wir es wagen oder doch noch eine Nacht bleiben? Heiner begutachtet die Verhältnisse draussen und entscheidet: das geht.
Wir packen zusammen, begleichen die Rechnung und dann geht es Richtung spanische Grenze. Es regnet, regnet, regnet und zwischendurch könnte man beinahe ein Boot brauchen.
Auf Wiedersehen Portugal, bis zum nächsten Mal! Wir stellen unsere Uhr eine Stunde vor, auf mitteleuropäische Zeit.
Nach 146 Kilometer erreichen wir den Nationalpark Doñana. Es gibt zwei Bereiche: den Naturpark, da liegt auch der Campingplatz und den Nationalpark, der nur an wenigen Stellen zugänglich ist. Wir wollen bis Dienstag auf dem Camping bleiben. Der nächste Ort ist weit entfernt, die nächste Antenne auch. Wir haben, einmal mehr, keinen Handyempfang. Der Campingbetreiber bietet ein starkes W-lan, die Bloggeinträge sind also gesichert.
Um 15 Uhr verziehen sich die Regenwolken, die Sonne erscheint wieder. Wir können, ohne Schirm, einen Rundgang über den Platz machen.
Die Regenfront erreicht uns jedoch bereits um acht Uhr anstatt um zehn und verwandelt die braunroten Pisten innert Kürze in einen rutschigen Schlick. Zweifelnd schauen wir aus dem Fenster: sollen wir es wagen oder doch noch eine Nacht bleiben? Heiner begutachtet die Verhältnisse draussen und entscheidet: das geht.
Wir packen zusammen, begleichen die Rechnung und dann geht es Richtung spanische Grenze. Es regnet, regnet, regnet und zwischendurch könnte man beinahe ein Boot brauchen.
Auf Wiedersehen Portugal, bis zum nächsten Mal! Wir stellen unsere Uhr eine Stunde vor, auf mitteleuropäische Zeit.
Nach 146 Kilometer erreichen wir den Nationalpark Doñana. Es gibt zwei Bereiche: den Naturpark, da liegt auch der Campingplatz und den Nationalpark, der nur an wenigen Stellen zugänglich ist. Wir wollen bis Dienstag auf dem Camping bleiben. Der nächste Ort ist weit entfernt, die nächste Antenne auch. Wir haben, einmal mehr, keinen Handyempfang. Der Campingbetreiber bietet ein starkes W-lan, die Bloggeinträge sind also gesichert.
Um 15 Uhr verziehen sich die Regenwolken, die Sonne erscheint wieder. Wir können, ohne Schirm, einen Rundgang über den Platz machen.
Freitag, 12. Januar 2018
12.01.18, Tavira
Freitag. Wir spazieren in das kleine Städtchen. Es hat viele Plätze, Ecken, Winkel und Gassen die als Fotomotive geeignet sind.
In einem ortstypischen Restaurant essen wir zu Mittag.
Auf dem weiteren Bummel suche ich eine Friseurin die Zeit hat mir die Haare zu schneiden. Beim ersten Geschäft ist noch Siesta. Beim zweiten Geschäft ist alles sehr elegant, glänzend, modern, aber Zeit hat heute niemand. Beim dritten Geschäft muss ich in einen alten Hausflur und eine Treppe hoch. Eine Frau, ungefähr 65 Jahre alt, sitzt strickend auf einem der zwei Stühle. Der Raum wurde wohl in den siebziger Jahren eingerichtet und seither so belassen. Einfach, zweckmässig, sauber. Ich frage auf englisch ob sie Zeit habe mir die Haare zu schneiden. Si, gibt sie zur Antwort und nickt, dann legt sie das Strickzeug zur Seite. Wir müssen uns mit Gesten verständigen, sie kann weder englisch noch französisch. Einige Worte spanisch sind hilfreich und genügen auch. Während dem Schneiden kommt die Nachbarin von Gegenüber mit ihrem Strickzeug. Die beiden diskutieren kurz wie die Strickarbeit weiter gehen soll, dann geht das Haare schneiden weiter. Die Nachbarin geht wieder, um nach einer halben Stunde erneut zu erscheinen. Dieses Mal bleibt sie und wartet bis meine Frisur fertig ist. Ich begleiche die Rechnung von zehn Euro und verabschiede mich von den beiden strickenden Friseurinnen. Die Nachbarin besitzt auf der anderen Strassenseite einen Laden im ähnlichen Style, ich hätte also die Wahl gehabt.
Es wird allmählich kühl und somit Zeit um zum Campingplatz zurück zu kehren.
In einem ortstypischen Restaurant essen wir zu Mittag.
Auf dem weiteren Bummel suche ich eine Friseurin die Zeit hat mir die Haare zu schneiden. Beim ersten Geschäft ist noch Siesta. Beim zweiten Geschäft ist alles sehr elegant, glänzend, modern, aber Zeit hat heute niemand. Beim dritten Geschäft muss ich in einen alten Hausflur und eine Treppe hoch. Eine Frau, ungefähr 65 Jahre alt, sitzt strickend auf einem der zwei Stühle. Der Raum wurde wohl in den siebziger Jahren eingerichtet und seither so belassen. Einfach, zweckmässig, sauber. Ich frage auf englisch ob sie Zeit habe mir die Haare zu schneiden. Si, gibt sie zur Antwort und nickt, dann legt sie das Strickzeug zur Seite. Wir müssen uns mit Gesten verständigen, sie kann weder englisch noch französisch. Einige Worte spanisch sind hilfreich und genügen auch. Während dem Schneiden kommt die Nachbarin von Gegenüber mit ihrem Strickzeug. Die beiden diskutieren kurz wie die Strickarbeit weiter gehen soll, dann geht das Haare schneiden weiter. Die Nachbarin geht wieder, um nach einer halben Stunde erneut zu erscheinen. Dieses Mal bleibt sie und wartet bis meine Frisur fertig ist. Ich begleiche die Rechnung von zehn Euro und verabschiede mich von den beiden strickenden Friseurinnen. Die Nachbarin besitzt auf der anderen Strassenseite einen Laden im ähnlichen Style, ich hätte also die Wahl gehabt.
Es wird allmählich kühl und somit Zeit um zum Campingplatz zurück zu kehren.
Donnerstag, 11. Januar 2018
11.01.18, Silves - Tavira
Donnerstag. Wir verabschieden uns von unseren deutschen Nachbarn, melden uns auf dem Campingplatz ab und fahren die drei Kilometer bis Silves.
Unser Fahrzeug parken wir auf dem grossen Parkplatz beim Sportplatz. Von da können wir das Städtchen gut zu Fuss besichtigen.
Wir steigen die Stufen zum Castelo hoch, bezahlen den Eintritt und schauen uns die Überreste der alten Anlage an. Eine gute Aussicht hat man auf jeden Fall.
Die Fahrt unterbrechen wir bei Faro, wir müssen dringend Gas und Diesel tanken. Nach 15 Minuten sind beide Tanks gefüllt und wir können die restlichen Kilometer gelassen unter die Räder nehmen. In Tavira steuern wir auf den Campingplatz und stellen nach der Einfahrt fest: das ist der Platz, den wir im letzten Frühling verschmäht haben. Nun gut, wir wollen uns das Städtchen ansehen, also werden wir diesen chaotischen Platz zwei Nächte ertragen.
Unser Fahrzeug parken wir auf dem grossen Parkplatz beim Sportplatz. Von da können wir das Städtchen gut zu Fuss besichtigen.
Wir steigen die Stufen zum Castelo hoch, bezahlen den Eintritt und schauen uns die Überreste der alten Anlage an. Eine gute Aussicht hat man auf jeden Fall.
Die Fahrt unterbrechen wir bei Faro, wir müssen dringend Gas und Diesel tanken. Nach 15 Minuten sind beide Tanks gefüllt und wir können die restlichen Kilometer gelassen unter die Räder nehmen. In Tavira steuern wir auf den Campingplatz und stellen nach der Einfahrt fest: das ist der Platz, den wir im letzten Frühling verschmäht haben. Nun gut, wir wollen uns das Städtchen ansehen, also werden wir diesen chaotischen Platz zwei Nächte ertragen.
Mittwoch, 10. Januar 2018
10.01.18, Silves
Mittwoch. Heute erwachen wir bei Sonnenschein. Super, das benutzen wir und machen eine Wanderung. Unser deutscher Nachbar hat uns schon von den vielen Möglichkeiten erzählt und die Campingplatzbetreiberin hat uns auch eine Runde vorgeschlagen. Allerdings sei es heute besser in Gummistiefeln, weil es gestern so stark und ausdauernd geregnet habe. Hmm, wandern in Gummistiefeln .... das mag ich gar nicht! Ich sage, wir hätten hohe Wanderschuhe. Die finden auch ihre Zustimmung. Heiner kramt die hohen Schuhe aus der Kiste im 'Keller' und schon kann es los gehen. Stellenweise kommen wir uns beinahe wie in einem Dschungel vor. Wir marschieren an einem Bewässerungskanal entlang, der in der warmen Jahreszeit benutzt wird. Die Sicht auf den Fluss Arade ist sehr schön.
Zur Mittagszeit erreichen wir ein einsam gelegenes Restaurant. Der Duft, der uns entgegen wabert lockt uns hinein. Es gibt, wie unser deutscher Nachbar bereits erzählt hat, nur ein Mittagsmenue. Man kann zwischen Fisch und Fleisch auswählen oder gegrilltes Hähnchen. Wir lassen uns die warme Mahlzeit schmecken, heute bleibt unsere Küche kalt.
Auf dem Rückweg kommen wir an einem verlassenen, unbewohnten Gebäude vorbei. Ich sehe einen Orangenbaum und wie die Früchte vergammeln, da muss ich doch einige retten! Orangen frisch vom Baum: so lecker.
Um zurück zum Campingplatz zu gelangen, müssen wir über einen Hügel. Von oben gesehen breitet sich die Landschaft sanft gewellt aus. Ein Anblick der mir sehr gefällt.
Auf der anderen Seite ist der Abstieg zu unserem Platz etwas steiler aber mit den hohen Wanderschuhen gut zu bewältigen.
Zur Mittagszeit erreichen wir ein einsam gelegenes Restaurant. Der Duft, der uns entgegen wabert lockt uns hinein. Es gibt, wie unser deutscher Nachbar bereits erzählt hat, nur ein Mittagsmenue. Man kann zwischen Fisch und Fleisch auswählen oder gegrilltes Hähnchen. Wir lassen uns die warme Mahlzeit schmecken, heute bleibt unsere Küche kalt.
Auf dem Rückweg kommen wir an einem verlassenen, unbewohnten Gebäude vorbei. Ich sehe einen Orangenbaum und wie die Früchte vergammeln, da muss ich doch einige retten! Orangen frisch vom Baum: so lecker.
Um zurück zum Campingplatz zu gelangen, müssen wir über einen Hügel. Von oben gesehen breitet sich die Landschaft sanft gewellt aus. Ein Anblick der mir sehr gefällt.
Auf der anderen Seite ist der Abstieg zu unserem Platz etwas steiler aber mit den hohen Wanderschuhen gut zu bewältigen.
09.01.18, Silves
Dienstag. Regen, Regen, Regen. Dauerregen. Gelegenheit um am Bildvortrag zu arbeiten. Wir verlassen unser Häuschen nur für ganz dringende Fälle und kommen dadurch ein beträchtliches Stück weiter. Am Abend sind die wichtigsten Bilder aus dem Fundus von 6000 Fotos ausgewählt. Jetzt geht es an den Feinschliff.
Damit ich mich noch ein wenig bewegen kann, stelle ich mich an den Herd und koche etwas Gutes.
Damit habe ich meinem Angetrauten eine grosse Freude gemacht.
Damit ich mich noch ein wenig bewegen kann, stelle ich mich an den Herd und koche etwas Gutes.
Damit habe ich meinem Angetrauten eine grosse Freude gemacht.
Montag, 8. Januar 2018
08.01.18, Sagres - Silves
Montag. Nachts gab es noch mehr Regen, dieses mal ohne Gewitter. Bis am Morgen ist der Himmel wieder blank geputzt und wir können unter blauem Himmel zusammenpacken. Wir verabschieden uns von Alice und Jos, den 'Spaniern' mit niederländischen Wurzeln. Vielleicht sehen wir uns wieder. Sollten wir mal in der Gegend von Elche unterwegs sein, nehmen wir bestimmt die Route über ihren Wohnort.
Heute, Montag, soll Markt sein in Portimão. Deshalb lassen wir die Besichtigung von Lagos aus und brausen daran vorbei. Portimão ist viel grösser als gedacht, viele Hochhäuser und verwinkelte Strassen. Wo bitte ist der Markt? Wenn man am falschen Ortsrand parkt, kann der Weg schon mal sieben Kilometer lang sein bis zum anderen Ende. Wir stellen unser Fahrzeug auf einen Parkplatz am Hafen, von da bis ins Zentrum ist es nicht weit. Weit und breit kein Markttreiben in Sicht. Auf dem Platz der Revolution frage ich eine Kastanienverkäuferin. Zuerst versteht sie mich nicht, dann überlegt sie, aber an ihrem ratlosen Gesicht sehe ich schon: sie weiss es nicht. Ein vorbeikommender Passant hört zufällig, dass wir den Markt suchen und er kann uns den Weg weisen. Fünf Minuten zu Fuss, das ist nicht weit. Wir finden den Platz, werden aber enttäuscht: die überdachten Tische glänzen mit gähnender Leere! Entweder ist unsere Information falsch, oder es ist heute ausnahmsweise kein Markt. Wir suchen die Markthalle, zum Früchte und Gemüse kaufen geht das auch. Die Markthalle ist so unauffällig, dass wir zwei Mal daran vorbei laufen, ohne es zu merken. Im Erdgeschoss sind auf der Strassenseite Restaurant, Bar und Kiosk untergebracht. Die Verkaufshalle ist im ersten Stock. Nachdem wir das heraus gefunden haben, können wir endlich unseren Einkauf tätigen. Wir haben genug Stadt gesehen und möchten wieder weg.
Unsere Babette findet den Weg aus dem Einbahnstrassennetz und lotst uns auf die Strasse nach Silves. Nach zwanzig Kilometern müssen wir auf einen schmalen Feldweg abbiegen. Das Hinweisschild zum Campingplatz ist unmissverständlich. Es geht beinahe zwei Kilometer über holperige Feldwege. Uns kommen starke Zweifel, ob das die richtige Zufahrt ist. Jedes Mal, wenn wir uns überlegen, wo wir am besten wenden können, taucht wieder ein Schild auf. Am Schluss landen wir auf einem Terrassencamping der diese Bezeichnung wirklich verdient. Wir werden herzlich begrüsst und bekommen einen schönen Standplatz mit Aussicht auf das Flusstal.
Heute, Montag, soll Markt sein in Portimão. Deshalb lassen wir die Besichtigung von Lagos aus und brausen daran vorbei. Portimão ist viel grösser als gedacht, viele Hochhäuser und verwinkelte Strassen. Wo bitte ist der Markt? Wenn man am falschen Ortsrand parkt, kann der Weg schon mal sieben Kilometer lang sein bis zum anderen Ende. Wir stellen unser Fahrzeug auf einen Parkplatz am Hafen, von da bis ins Zentrum ist es nicht weit. Weit und breit kein Markttreiben in Sicht. Auf dem Platz der Revolution frage ich eine Kastanienverkäuferin. Zuerst versteht sie mich nicht, dann überlegt sie, aber an ihrem ratlosen Gesicht sehe ich schon: sie weiss es nicht. Ein vorbeikommender Passant hört zufällig, dass wir den Markt suchen und er kann uns den Weg weisen. Fünf Minuten zu Fuss, das ist nicht weit. Wir finden den Platz, werden aber enttäuscht: die überdachten Tische glänzen mit gähnender Leere! Entweder ist unsere Information falsch, oder es ist heute ausnahmsweise kein Markt. Wir suchen die Markthalle, zum Früchte und Gemüse kaufen geht das auch. Die Markthalle ist so unauffällig, dass wir zwei Mal daran vorbei laufen, ohne es zu merken. Im Erdgeschoss sind auf der Strassenseite Restaurant, Bar und Kiosk untergebracht. Die Verkaufshalle ist im ersten Stock. Nachdem wir das heraus gefunden haben, können wir endlich unseren Einkauf tätigen. Wir haben genug Stadt gesehen und möchten wieder weg.
Unsere Babette findet den Weg aus dem Einbahnstrassennetz und lotst uns auf die Strasse nach Silves. Nach zwanzig Kilometern müssen wir auf einen schmalen Feldweg abbiegen. Das Hinweisschild zum Campingplatz ist unmissverständlich. Es geht beinahe zwei Kilometer über holperige Feldwege. Uns kommen starke Zweifel, ob das die richtige Zufahrt ist. Jedes Mal, wenn wir uns überlegen, wo wir am besten wenden können, taucht wieder ein Schild auf. Am Schluss landen wir auf einem Terrassencamping der diese Bezeichnung wirklich verdient. Wir werden herzlich begrüsst und bekommen einen schönen Standplatz mit Aussicht auf das Flusstal.
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