Blog von unterwegs mit dem Wohnmobil. Ziel: Europa und die Welt bereisen solange es Spass macht und die Gesundheit erlaubt. Tagebuch vom Jakobsweg Basel - Vezelay - Limoges - Orthez, Bilbao - Ribadeo - Santiago - Finisterra 27. Juli 2013 bis 28. Dez. 2013
Sonntag, 13. Mai 2018
12.05.18, Alzingen, Luxemburg – Grimbergen, Belgien
Das schöne und warme Wetter lockte am Nachmittag zu einem Spaziergang.
Im Zentrum von Grimbergen war 'Chilbi'. Unzählige Schausteller hatten Karussells, Bahnen, Schiessbuden, Süsswarenstände aufgestellt und jeder versuchte mit seiner Musik die Anderen zu übertönen.
11.05.18, Luxemburg
Meine neue Kamera hatte Stadtpremiere. Vieles ist noch neu und ungewohnt für mich. In nächster Zeit werde ich mich langsam herantasten und ausprobieren. Die heutigen Bilder habe ich mit automatischer Einstellung gemacht. Nach der Ansicht auf dem Laptop fand ich einige passabel, einige überbelichtet und einige unbrauchbar.
Die Geschichte des Herzogtums Luxemburg geht bis auf das Jahr 963 zurück. Damals errichtete der Ardenner Graf Siegfried auf dem Bockfelsen seine Burg und legte damit den Grundstein der Stadt. Jahrhunderte später bauten die besten burgundischen, spanischen, französischen österreichischen und bundesdeutschen Ingenieure Luxemburg zu einer der stärksten Festungen aus.
Ein ausserordentliches Netz von 23 km unterirdischen Galerien und über 40'000qm bombensicherer Räume waren in den Fels gesprengt. Sie umfassten Aufenthalts- und Verteidigungsräume für Tausende Soldaten, sowie Werkstätten des Zeughauses, Küchen, Bäckereien, Schlachthaus usw.
10% der Festungsanlage sind heute noch sichtbar.
Unser Rundgang führte durch die Altstadt, vorbei an der Kathedrale, dem Grossherzoglichen Palast, durch Ladenpassagen, vornehme Geschäftsviertel, einer Altersresidenz und in der Glaskabine eines Lifts von der Oberstadt in die Unterstadt.
Nach der Besichtigung der Festungsmauer beendeten wir unseren Rundgang beim Justizpalast und strebten über das Viadukt, das das Petrusse-Tal überquert, dem Bahnhof zu. Und dort an der höchsten Stelle streifte mein pendelnder Arm den Verschlussdeckel meiner Kamera. Die Schutzkappe der Linse löste sich, fiel auf den Boden, rollte unter dem Geländer durch und fiel in die Tiefe. Mit vor Schreck offenem Mund starrte ich über das Geländer. Weit, weit unten sah ich Gebüsch, Rasen und die Schienen einer Garteneisenbahn. Das schien hoffnungslos. Trotzdem stiegen wir am Ende des Viadukts die Treppe ins Tal hinab. Wir suchten auf dem Rasen, in der Hecke, unter den Bäumen. Alles vergebens, die Suche blieb erfolglos. Es blieb nichts Anderes ausser auf dem Weg zur Bushaltestelle nach einem Geschäft mit dem entsprechenden Sortiment Ausschau zu halten.
Wir kraxelten wieder die Stufen hoch in die Oberstadt und studierten aufmerksam die Beschriftungen der Geschäfte. Kurz vor dem Bahnhof fanden wir einen Saturn, ein Geschäft wie der bei uns bekannte Media Markt. Hier hatte es passende Schutzkappen, sogar mit einer Befestigungsschnur. Die verliere ich nun bestimmt nicht mehr.
Donnerstag, 10. Mai 2018
10.05.18 Molsheim - Alzingen, Luxembourg
In den Vormittagsstunden fuhren wir auf nassen Strassen Richtung Metz. Gegen Mittag riss die Wolkendecke auf, es wurde trocken und später sogar sonnig.
Kurz vor der Grenze zu Luxembourg gerieten wir in einen Stau. Ein Unfall blockierte die rechte Fahrspur.
Nach fünfzehn Minuten hatten wir die Stelle passiert und wieder freie Fahrt.
Von der Grenze merkten wir ausser der grauen Linie auf dem Navi nichts.
Gespannt steuerten wir den Campingplatz an: hat es noch freie Plätze oder nicht?
Wir konnten uns für zwei Nächte auf einer freien Parzelle einrichten. Glück gehabt. Zwei Stunden später war alles belegt und alle weiteren Reisenden wurden abgewiesen.
Wir machten einen Nachmittagsspaziergang entlang der Alzette und zur Burgruine Hesperingen. Müde und hungrig kehrten wir am Abend zu unserer HeiMatd zurück.
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Mittwoch, 9. Mai 2018
09.05.18 Lörrach - Molsheim
Heiner steuerte unsere HeiMatd auf der deutschen Seite Richtung Strassbourg. Wir genossen die Fahrt durch die sonnigen, grünen Reben und Erdbeerfelder. Zur Mittagszeit stoppten wir bei einem Bauernhof mit Hofladen, kauften uns eine Schale frische Erdbeeren, zwei Tassen Kaffee und eine Brezel. Eine lustige Kombiation, aber uns schmeckte es. Und weil die Erdbeeren so lecker waren kauften wir uns vor der Weiterfahrt gleich noch ein Schälchen.
Eine Stunde später suchten wir die Einfahrt zum Campingplatz in Strassbourg. Nach einer Zusatzschlaufe, weil wir die Abzweigung verpassten, erwischten wir doch noch die richtige Strasse. Erst an der Tür der Rezeption war angeschrieben, dass der Campingplatz voll belegt ist. Ein Wendemanöver bei so engen Verhältnissen macht keine Freude und wir waren froh, als wir wieder draussen waren.
Unsere Babette zeigte uns in 25 Kilometer Entfernung einen Camping Municipal an, den peilten wir an.
Dort hatten wir Glück, der Camping ist offen, wir durften sogar einen Platz aussuchen.
Nach dem Installieren schnürte ich meine nigelnagelneuen Wanderschuhe. Die alten Schuhe, die mich bis nach Santiago und noch weiter begleitet hatten, musste ich schweren Herzens entsorgen.
Gleich neben dem Platz führt ein Wanderweg einem Bach entlang. Idyllisch, schattig und ruhig.
Nach einer Stunde marschieren hatte ich immer noch das Gefühl wie auf Wolken zu gehen. Jaaaa! Ich habe die richtigen Schuhe gewählt!
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Dienstag, 8. Mai 2018
08.05.18 Oberdorf - Lörrach
Wir fuhren nach Frenkendorf und haben in der Waschanlage unser Fahrzeug vom angesammelten Schmutz und gelben Blütenstaub befreit. Nun glänzt es wieder und wir können getrost die nächste Reise antreten. Auf geht's Richtung Calais und mit der Fähre über den Ärmelkanal nach Dover. Bestimmt habt ihr bereits alle herausgefunden, dass wir nach England wollen.
Die heutige Etappe war jedoch nur kurz, wir fuhren bloss über die Grenze nach Lörrach, füllten den Gas- und den Dieseltank und stellten uns für eine Nacht auf den Dreiländercamping.
Monika und Thomas, die beiden Aargauer die wir in Portugal kennen lernten, sind in der Region. Eine perfekte Gelegenheit um uns zu treffen und einen ausgiebigen Schwatz zu halten.
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Mittwoch, 4. April 2018
02. - 04.04.18, Ljubljana – Mestre – Agno TI / CH
Wir kommen jeweils müde am Zielort an und sind froh, dass wir die Fahrt unbeschadet überstanden haben.
Mittwoch. Es ist ein trüber und sehr regnerischer Tag. Wir erholen uns von den letzten zwei Etappen und bereiten uns auf die Heimfahrt morgen vor.
Dieser Blog geht wieder in eine Ruhephase. Hier geht es am 8. Mai 2018 wieder weiter. Bis dahin seid herzlich Gegrüsst und vielleicht sehen wir uns irgendwo.