Freitag, 18. Januar 2019

18.01.19, Frejus

Freitag:

17.01.19, Frejus

Donnerstag. Wir starten unseren Tag etwas hektisch: Heiner hat ganz in unserer Nähe einen neuen Geocache entdeckt. Bisher hat ihn noch niemand gesucht und gefunden.
Der Taum vom FTF (First to find) Logeintrag bringt uns auf Touren. Bisher hatten wir diese Gelegenheit noch nie! Das ist der Wunsch eines jeden Geocachers: einen Cache als erster zu finden! Schaffen wir das? Für unser Vorhaben spricht: es regnet, es ist ein Wochentag, die meisten Leute müssen arbeiten.
Wir beeilen uns mit dem Frühstück und dann geht es los.
Knapp einen Kilometer müssen wir laufen, bevor wir an der entsprechenden Stelle sind.
Die Suche dauerte nicht lange, schon hatte Heiner die kleine Geocachedose in der Hand. Nun war die Spannung auf dem Höhepunkt: sind wir die Ersten oder nicht? Er öffnete die Metallhülse, entrollt das Logbook (Gästebuch) und ..... JA! Wir sind die Ersten! Nach dem Eintrag mussten wir natürlich ein Foto für unsere geocachenden Familienmitglieder machen.
Ach ja, der Cache führt zu einer Moschee die 1920 für die hier stationierten Senegalesen gebaut wurde.

Nach diesem Erfolg marschierten wir beschwingt entlang der römischen Wasserleitung nach Frejus.
Nach Hause ging es wieder mit dem Bus.

Mittwoch, 16. Januar 2019

16.01.19, Frejus

Mittwoch. Nach einem späten Frühstück schnüren wir die Wanderschuhe. Wir wollen die Möglichkeiten für Wanderfreudige erkunden. Wir merken schnell, dass mit dem Bus ein Stück zu fahren wohl die beste Variante ist. Trotzdem marschieren wir bis zum Lebensmittelladen tapfer am Strassenrand. Wir suchen uns eine Querverbindung bis zum Kanal und laufen auf dem Damm diesem Rinnsal entlang, immer in der Hoffnung einen Fussgängersteg auf die andere Seite zu finden. Langsam macht sich Enttäuschung breit, es ist weder attraktiv auf dieser Seite zu wandern noch findet sich irgendwo eine Möglichkeit auf die andere Seite zu gelangen.
Doch einen überraschenden Lichtblick gibt es: wir stossten auf ein kleines griechisches Lokal das offen hat. Da gerade Mittagszeit ist und Frau hunger hat treten wir durch die Pforte in den Patio.
Ein Mann ist gerade am werken. Sofort lässt er sein Werkzeug fallen und begrüsst uns freudig. „Tretet ein, tretet ein“ ruft er uns lachend entgegen. Wir werden in die kleine Gaststube geleitet, es wird Licht gemacht, die Musik angedreht und dann geht der Chef in die Küche und wirft den Herd an. Seine Frau zeigt uns was sie momentan kochen können und wir entscheiden uns für Keftedes (Hackfleischbällchen) mit klein geschnittenen Tomaten, Peperoni, Zwiebeln und Zuccini. Dazu gibt es Frites und Salat.

Nach dieser guten Mahlzeit mögen wir wieder marschieren, erreichen die Zufahrtsbrücke nach Frejus und finden einen interessanten Ortskern.
Vielerorts hat es noch Spuren der Römer, aber diese Fragmente sind oft in neuere Bauten integriert. Manchmal sieht es gut aus und manchmal ... na ja, ist halt Geschmackssache.
Irgendwann haben wir genug und möchten nach Hause. Wir suchen eine Bushaltestelle, finden auch bald eine, bloss hält hier nicht der Bus den wir brauchen. Kurzerhand laufen wir zum Bahnhof, da fährt der Bus Nr. 1 bestimmt durch. Stimmt, nur nicht so oft. Nach 45 Minuten Wartezeit, es dämmert bereits, können wir uns endlich nach 'Hause' chauffieren lassen. Nächstes Mal müssen wir uns früher auf dem Fahrplan orientieren.

15.01.19, Six-Fours-les-Plages – Frejus

Dienstag. Wir verschieben unser Fahrzeug von Six-Fours nach Frejus. Strahlender Sonnschein, wolkenloser blauer Himmel, Temperaturen die ein Gefühl von Frühling aufkommen lassen. Wir erreichen den Campingplatz weit ausserhalb vom Ortskern. Wir sind die allerersten Gäste im neuen Jahr, der Campingplatz hat erst seit heute wieder offen. Wir dürfen uns einen Stellplatz aussuchen und haben die Qual der Wahl. Das Sanitärgebäude ist noch nicht geputzt, aber die Toiletten sind benutzbar. Zwei der Mobile Homes werden geheizt, damit man dort die Duschen benutzen kann. Das ist eine sehr gute Lösung und wir geniessen das Warme Wasser im warmen Raum.
Es ist noch früh am Nachmittag und weil es so schön sonnig und warm ist, nutzen wir die Zeit um eine Fahrzeuginnenreinigung zu machen. Wieder einmal Fenster öffnen und richtig durchlüften ist notwendig.

Montag, 14. Januar 2019

14.01.19, Six-Fours-les-Plages

Montag. Wir haben eine weitere stürmische Nacht hinter uns. Im Sommer sind die vielen Bäume auf dem Campingplatz sicher Gold wert, in dieser Jahreszeit ist es weniger angenehm. Die Föhrenzapfen und andere lose Teile fallen mit einem lauten 'Klack' auf die Fahrzeuge, was einem jedes Mal erschreckt. Und dann hofft man, dass keine grösseren Äste abbrechen. Irgendwie ist mir einfach nicht so wohl unter den Bäumen. Na ja, laut Wetterbericht soll die Windstärke am Abend abnehmen.

Den heutigen Spaziergang machen wir mehr oder weniger der Küste entlang in die entgegengesetzte Richtung vom gestrigen Marsch. Der Küstenpfad ist teilweise gesperrt, man muss auf Quartierstrassen ausweichen. Mir ist das recht, auf dem Pfad um die Villen herum windet es für mein Empfinden zu heftig.
Am Strand von La Coudouriere waren die Windsurfer in den Wellen. Ich wundere mich immer wieder, wie die es bei dem oft hohen Tempo schaffen nicht zusammenzustossen.
Heute liessen wir das Pic nic im Rucksack und gönnten uns ein leckeres Mittagessen im Restaurant.
Nach einem Rundgang durch den Parc Mediterranée zum Cap Nègre machten wir uns auf den Heimweg.

Sonntag, 13. Januar 2019

13.01.19, Six-Fours-les-Plages

Sonntag. Nach einem beinahe windstillen Tag gestern, gab es heute wieder kräftige Windböen.
Wir wagten uns auf die Strandpromenade und schauten erst den Surfern zu, dann verzogen wir uns in die wingeschützteren Gassen und stiessen auf einen Sonntagsmarkt. Ach wie schön, wieder einmal ein südländischer Markt. Genüsslich schlenderten wir zwischen den Ständen durch und auf der anderen Seite Richtung Sanary-sur-Mer und auf die kleine Halbinsel La Cride. Wegen dem stürmischen Wind und den Wellen wagten wir uns nicht ganz bis zur Spitze. Ein ungewolltes Bad wäre dort heute tödlich.
Für den Heimweg wählten wir einen direkteren Weg. Vier Stunden draussen reichen für heute.

Samstag, 12. Januar 2019

12.01.19, St. Mitres-les-Remparts - Six-Fours-les-Plages

Samstag. Heute wollten wir den Standplatz wechseln. Heiner hatte einen Platz unweit von Toulon ausfindig gemacht, der offen sein soll. Wir umfuhren Marseille grossräumig und befanden uns bald auf einer schönen Passstrasse Richtung La Seyne-sur-Mer. In Six-Fours verpassten wir im ersten Anlauf die Abzweigung Richtung Campingplatz. Das Strässchen war klein und der Campingplatz schlecht angeschrieben. Kaum hatten wir es gesehen, waren wir schon vorbei. Bei der nächsten Gelegenheit wechselten wir die Fahrtrichtung und erwischten im zweiten Anlauf die kleine Strasse. Es ging noch holperige, enge, verzweigte 500 Meter weiter bis die Einfahrt zum Camping auftauchte. Die Tür zur Rezeption war noch verschlossen. Auf einem Schild standen die Öffnungszeiten: 8:30 – 12:00 et 14:00 – 18:00 ou 16:00 – 18:30 Dimanche: ferme.
Hmm, es war viertel nach zwei. Wir drehten zu Fuss eine Runde und besichtigten das Sanitärgebäude und die wenigen Stellmöglichkeiten für Reisende. Zur Hauptsache hat es hier kleine Häuschen zum mieten. Bei der Rezeption war immer noch geschlossen. In den Fall ist heute wohl 'ou 16:00'.
Wir wussten, dass es näher bei La Seyne noch einen kleinen offenen Campingplatz hatte. Wir wollten es dort versuchen.
Im ersten Anlauf verpassten wir auch diese Einfahrt. Heute ist wohl nicht unser Tag. Ach ja, das ist der Platz, wo man vor der Barriere steht und weder park- noch wendemöglichkeit hat. Das Schild an der Rezeption besagte, dass erst ab 16 Uhr offen ist. Beim Erkundungsgang stellten wir fest: auch hier hauptsächlich Mietobjekte und die wenigen Stellplätze belegt, reserviert oder mit Gerümpel vollgestellt. Als ein anderes Fahrzeug den Platz verliess, konnten wir die Barriere passieren und innen auf dem Platz wenden. Für die Ausfahrt brauchten wir keinen Code.
Es gab noch einen dritten, ebenfalls kleinen Platz den wir nun suchten. Laut Information unseres Campingführers dürfen die französischen Campingplatzbetreiber keine eigenen Schilder mehr aufstellen. Das vereinfacht die Suche gar nicht. Erfolglos fuhren wir wieder zurück zum ersten Platz. Inzwischen ist es beinahe 16 Uhr geworden. Wir stellten uns gegenüber der Rezeption auf den Platz und warteten .... und warteten .... und warteten. Irgendwann versuchte ich bei der angegebenen Telefonnummer anzurufen. Combox. Ich versuchte es später nochmal und noch später ein drittes Mal. Endlich, es war inzwischen beinahe 17 Uhr wurde das Telefon abgenommen. Wir dürfen uns Installieren, Monsieur kommt dann für die Anmeldung. Da wir uns nicht irgendwo dazwischen quetschen wollen, verschieben wir uns nur wenige Meter und beziehen gleich den ersten Stellplatz. Zwar haben wir von hier den weiteren Weg zum Abwaschbecken, dafür ist das beheizte Sanitärgebäude nah.