Montag, 14. September 2015

14.9.15 Westweg 1. Tag.

Ein ungewohntes Geräusch holte uns heute morgen aus dem Schlaf. Mein Wecker. Ausnahmsweise war ich sofort wach, denn es galt den Rucksack fertig zu packen, den Lunch zu verstauen, möglichst nichts zu vergessen, sich zu verabschieden und rechtzeitig an der Bahnstation der WB zu stehen.
Um der Betriebsamkeit und dem Redeschwall meines Angetrauten zu entgehen steuerte ich zuerst zwei Stockwerke tiefer die Kaffeemaschine an. Enkelin Lianna sass bereits vor dem Frühstück. Bis meine Kaffeetasse leer war wurde oben unter dem Dach das Feld geräumt, Heiner und ich vertauschten die Plätze, jetzt hatte ich Ruhe um meine sieben Sachen zu verstauen.
Bald galt es Abschied zu nehmen und zur Bahnstation zu eilen. Ja, eilig wurde es tatsächlich! Als wir über die kleine Brücke kamen, fuhr auf der anderen Strassenseite die Waldenburger Bahn in die Haltestelle. Die letzten Meter mussten wir im Laufschritt zurücklegen.
Bis Riehen Grenze hatten wir genug Zeit um uns zu erholen.
WB, Zug und Tramverbindungen klappten wunschgemäss, so konnten wir um 11 Uhr an der Grenze mit unserer Wanderung beginnen. Bis da hatten wir schönes Wetter und Sonnenschein. Aber es ist wie auf dem Jakobsweg: das Wetter findet draussen statt. Nach den ersten Kilometern der Wiese entlang mussten wir bereits den Regenschutz auspacken. Dieses Mal haben wir jedoch einen Schirm dabei und bei solchen Gewitterspritzern reicht das alleweil. Dafür brauchten wir ihn heute mehrmals.
In Tumringen nutzten wir einen Regenguss für einen Kaffeehalt. Ideal vor dem Aufstieg zur Burg Rötteln konnten wir uns mit einem Stück Aprikosenkuchen stärken. Danach gings erstmals bergauf! Unterhalb der Burg konnten wir bei unserem ersten Westwegtor einen Stempel fassen. Bis Pforzheim sollten wir zwölf solche Tore durchschritten haben.
In der Burganlage und Restaurant war Ruhetag. Das störte uns nicht sehr, wir hatten unseren Lunch dabei und waren froh, dass man die Toiletten trotz Ruhetag benutzen durfte.
Bevor wir weiter marschierten reservierte Heiner per Telefon ein Zimmer für heute Abend.
Die Burganlage verliessen wir durch die obere Pforte und gelangten so schnell in den Wittlinger Märchenwald. Dieses Gebiet ist vor allem für Geocacher interessant. Alle andern geniessen den Wald auf schönen Spazierwegen.
Bei einer Abzweigung kreuzten wir die ersten Westwegler. Eine Gruppe von vier Personen die im letzten Jahr die erste Hälfte und heuer die zweite Hälfte erwandert haben.
Einige Zeit später trafen wir eine Westweglerin die ebenfalls das ganze Gepäck, inklusive Zelt selber trug. Scheinbar lassen viele ihr Gepäck transportieren.

In Wollbach gab es nochmal einen Kaffeehalt mit Zwetschgenkuchen. Der weitere Wegverlauf führte uns zwischen Feldern und Rebbergen durch und hier passierte es: Heiner rutschte auf einem nassen, matschigen Fleck aus und stürzte samt Rucksack vor meine Füsse. Glücklicherweise ausser einem blauen Knie und etwas angeknackstem Ego nix passiert.
Die letzten Kilometer bis Hammerstein legten wir trotz drohenden Regenwolken und auffrischendem Wind in gemächlichem Tempo zurück.

1 Kommentar:

  1. Silvia DuttweilerSeptember 16, 2015

    Es war schön, dass Ihr im Museum vorbei gekommen seit. Ich freue mich für Euch, dass bei Simon alles gut verlaufen ist. Ja die Burg Rötteln - soll sehr interessant sein. Ich habe mal ein tolles Buch darüber gelesen. Ich wünsche Euch eine ganz gute, erfolgreiche Wanderung und hoffe, Heiner ist trotz Sturz gut zu Fuss.

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