Blog von unterwegs mit dem Wohnmobil. Ziel: Europa und die Welt bereisen solange es Spass macht und die Gesundheit erlaubt. Tagebuch vom Jakobsweg Basel - Vezelay - Limoges - Orthez, Bilbao - Ribadeo - Santiago - Finisterra 27. Juli 2013 bis 28. Dez. 2013
Samstag, 19. Mai 2018
19.05.18, Martin Mill
Samstag. Ruhetag. Nebst Brot backen, Blog und Tagebuch schreiben verfolgten wir die Royale Hochzeit am TV und machten zwischendurch ganz einfach nichts.
18.05.18, Deal, Martin Mill
Freitag. Wir fuhren mit dem Bus Nr. 93 in die andere Richtung bis zur Endstation. Die Ortschaft heisst Deal und ist viel hübscher als Dover. Herausgeputzte Häuser, gepflegte Gärten, saubere Strassen und einladende Geschäfte. Wir schauten, bewunderten, genossen, machten Fotos.
Den Rückweg begannen wir auf den Flaniermeilen dem Strand entlang. Auf einem der unzähligen Holzbänke assen wir den mitgebrachten Lunch und den Kaffee danach konnten wir bei einem fahrenden Tee-/Coffeeshop ganz in der Nähe holen.
Die ersten Kilometer waren gemütlich, flach, auf Meereshöhe und als wir so richtig warmgelaufen waren, ging es eine Treppe hoch auf die Klippen.
Ich kann mich kaum satt sehen an der Gegend: kräftiges grün, blühende Hecken mit viel Weissdorn, weisse Klippen, Frühling wohin man blickt.
In unserem Englandbuch heisst es zur Gegend hier: bei Wetterglück kann man im fernen Dunst die Küste von Frankreich sehen. Wir hatten Wetterglück!
Stunden später trafen wir nach 16 Kilometern Fussmarsch müde auf dem Campingplatz ein. Blog schreiben lag heute nicht mehr drin.
Den Rückweg begannen wir auf den Flaniermeilen dem Strand entlang. Auf einem der unzähligen Holzbänke assen wir den mitgebrachten Lunch und den Kaffee danach konnten wir bei einem fahrenden Tee-/Coffeeshop ganz in der Nähe holen.
Die ersten Kilometer waren gemütlich, flach, auf Meereshöhe und als wir so richtig warmgelaufen waren, ging es eine Treppe hoch auf die Klippen.
Ich kann mich kaum satt sehen an der Gegend: kräftiges grün, blühende Hecken mit viel Weissdorn, weisse Klippen, Frühling wohin man blickt.
In unserem Englandbuch heisst es zur Gegend hier: bei Wetterglück kann man im fernen Dunst die Küste von Frankreich sehen. Wir hatten Wetterglück!
Stunden später trafen wir nach 16 Kilometern Fussmarsch müde auf dem Campingplatz ein. Blog schreiben lag heute nicht mehr drin.
Donnerstag, 17. Mai 2018
17.05.18, Martin Mill
Donnerstag. Mein Körperrhythmus hat sich noch nicht an die Zeitverschiebung angepasst. Ist ja auch verwirrend: Ende März eine Stunde vor und nun wieder eine Stunde zurück. Da soll noch einer klar kommen!
Die Vormittagsstunden verbrachten wir mit Tagebuch, bezw. Blog schreiben. Das Hochladen der Bilder dauerte und dauerte. Währenddessen habe ich Mittagessen gekocht, danach haben wir gefuttert. Zwischendurch immer mal wieder eine Taste gedrückt und dem Compi Befehle gegeben. Blog hochladen und essen war gleichzeitig fertig. Nennt man das jetzt Multitasking?
Der Nachmittagsspaziergang beschränkte sich auf die nähere Umgebung, ergab aber trotzdem sechs Kilometer.
Zum Abendbrot gab es Dörrbohnen aus der Schweiz mit gräuchertem Schweinshals von einem englischen Schwein und Kartoffeln aus Frankreich. Ihr seht: wir haben international gegessen.
Die Vormittagsstunden verbrachten wir mit Tagebuch, bezw. Blog schreiben. Das Hochladen der Bilder dauerte und dauerte. Währenddessen habe ich Mittagessen gekocht, danach haben wir gefuttert. Zwischendurch immer mal wieder eine Taste gedrückt und dem Compi Befehle gegeben. Blog hochladen und essen war gleichzeitig fertig. Nennt man das jetzt Multitasking?
Der Nachmittagsspaziergang beschränkte sich auf die nähere Umgebung, ergab aber trotzdem sechs Kilometer.
Zum Abendbrot gab es Dörrbohnen aus der Schweiz mit gräuchertem Schweinshals von einem englischen Schwein und Kartoffeln aus Frankreich. Ihr seht: wir haben international gegessen.
16.05.18, Martin Mill, Dover
Mittwoch. Wir teilen uns den Platz mit wilden Kaninchen. Entsprechend viele Löcher gibt es, eines davon direkt bei unserem Durchgang. Nachdem Heiner gestern beinahe seine Haxen gestaucht hätte, schaufelte er das Loch kurzerhand zu.
Zum Frühstück packten wir das Brot, das wir gestern Abend gekauft hatten, aus. Bääähh, fühlt sich das labberig an. Not macht erfinderisch: ich legte die Gussplatte von Grill seitenverkehrt auf den Herd und schon duftete es nach Toast. Trotzdem wird das nicht unser Favorit.
Nach dem Frühstück packten wir unsere Laptops und marschierten zur Reception / Shop / Bar. Dort ist ein WiFi Hotspot den wir heute nutzen wollten um den Bericht der letzten zwei Tage hochzuladen.
Kurz vor Mittag marschierten wir zur Bushaltestelle an der Kreuzung. Die Buslinie 93 wird mit kleineren Bussen betrieben, bald sahen wir auch weshalb.
Ich wollte die Tickets mit Pfundnoten die wir von zuhause mitgebracht hatten bezahlen. Der Fahrer wollte dieses Geld nicht nehmen. Von seinem Englisch verstand ich nicht sehr viel, aber dass wir dieses Geld auf der Bank tauschen können begriffen wir. Geduldig versuchte er uns zu erklären weshalb. Schliesslich zeigte er uns einen Zettel mit dem Bild einer solchen 'alten' Note und der Erklärung, dass diese Noten nur bis Ende März angenommen wurden. Mit der neuen Note die ich ihm gab war er zufrieden und legte uns ans Herz: wir sollen wirklich zur Bank, dort werde es getauscht.
Huiii, die Busfahrt war spannend, engere Strassen geht nicht! Links und rechts streiften die Büsche und Hecken. Heiner meinte: das ist bestimmt eine Einbahnstrasse. Irrtum .... wir hatten Gegenverkehr! Die entgegenkommenden Autos setzten jeweils einige Meter zurück bis zur nächsten (mini) Ausweichstelle.
In Dover beherzigten wir die Empfehlung des Busfahrers und marschierten in die nächste Bank. Problemlos erhielten wir für das alte Geld neue Pfundnoten.
Erfolg Nr. 1!
Aufgabe zwei: einen Telefonanbieter finden, der uns eine Daten SIM für unseren Hotspot verkauft. Wir wussten: EE verkauft nicht an Leute mit Wohnsitz im Ausland, O2 hat ein schlechteres Netz, 3 UK hat vermutlich keinen Shop in Dover, bleibt noch Vodafone UK. Zweihundert Meter weiter sahen wir bereits das entsprechende Signet.
Im Laden bekamen wir ein gutes Angebot. Während der Kaufabwicklung fragte uns der junge Mann woher wir seien. Ohh, er sei auch schon in der Schweiz gewesen. Auf seinem Handy zeigte er uns wo. Er habe während dem Fahren dauernd auf den Tacho geschaut, damit er ja nicht zu schnell fahre, es sei doch so streng in der Schweiz.
Zufrieden verliessen wir das Geschäft mit einer englischen Datensim in unserem Hotspot.
Erfolg Nr. 2
Aufgabe drei: eine Futterstelle finden und die hiesigen Gepflogenheiten anwenden.
Quer über die Fussgängerzone befand sich ein Coffeeshop mit einer ansehnlichen Sandwiches Auswahl. Wir stellten uns am Tresen an, bestellten das Gewünschte, bezahlten, suchten uns einen Sitzplatz und bekamen kurze Zeit später unser Essen.
Erfolg Nr. 3
Nun mussten wir Lebensmittel für die nächsten Tage kaufen. Der erste Supermarkt entsprach nicht unseren Vorstellungen, wir gingen schnell wieder raus.
Wir fanden einen Morrison der die gewünschten Artikel hatte.
Mit der Frischware im Rucksack suchten wir den Zugang zum Wanderweg auf den White Cliffs. Nach einem anstrengenden Aufstieg waren wir auf der Zufahrt zum Dover Castle. Wir fragten beim Kassenhäuschen ob es von hier einen Zugang auf den Wanderweg gebe. Nein, da sei nur Zugang zum Schloss. Wir müssen bis oben auf den Hügel, dann nach rechts. Es sei dort Ausgeschildert.
Nach weiteren schweisstreibenden Höhenmetern hatten wir es geschafft und wir konnten auf den weit unter uns liegenden Hafen blicken. Sehr windig war es hier oben allerdings.
Wir marschierten munter bis zum Informationscenter der White Cliffs. Das Center wird vom National Trust betrieben der auch dieses Gebiet pflegt und sauber hält. Diese Organisation besitzt im ganzen Land Parks und Häuser die man, meist kostenpflichtig, besichtigen kann. Wir hatten uns vorgängig bereits etwas informiert und wussten, dass man als Mitglied freien Zutritt bekommt. Ebenso entfallen die Parkgebühren falls man mit dem Auto anreist. Schon nach wenigen Besuchen lohnt sich die Mitgliedschaft.
Ein junger Mann erklärte uns die ganze Sache nochmal, zeigte die Vorteile und freute sich sehr, als wir uns anmelden wollten. Er füllte für uns den Anmeldeschein aus, dann überreichte er uns umfangreiches Infomaterial inklusive einem Buches mit Beschreibungen aller Orte des National Trusts. Wir sind nun Mitglieder eines englischen Clubs.
Erfolg Nr. 4
Um fünf Uhr traten wir den Heimweg über die Klippen an. Schön, spektakulär, sehr windig, länger als gedacht.
Um halb sieben passierten wir die Abzweigung nach Martin Mill. Noch zwei Kilometer! Für den restlichen Weg war die Strasse eng und es müssen alle Verkehrsteilnehmer aufpassen. Heiner meldete von hinten: Achtung, es kommt ein grosser Bus, sogar ein Zweistöckiger! Wir wichen auf das Gras aus. Der Bus stoppte neben uns. Wir wurden gefragt, wo wir hin wollen.
'To Martin Mill'.
'To the Camping?'
'Yes'.
Die Seitentür öffnete sich und wir wurden freundlich aufgefordert: 'come in'.
Was wir innen sahen glaubten wir kaum: hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz befanden sich seitlich links und rechts halbrunde, weiche Ledersofas. Angrenzend auf der einen Seite ein kleines Sidebord. Im rückwärtigen Teil stand die Tür zu einer Duschkabine offen, neben der Treppe in den oberen Stock war die Küche untergebracht, wo eine junge Frau gerade am Tee kochen war. Das ganze war so unglaublich! Drei Personen befanden sich ganz vorne, einer unterhielt sich mit uns, eine sass auf einem Roller der auch noch vor der Küche stand, eine Frau stand beim Herd. Ja, gut, es ist ein grosser Bus, da haben schon einige Platz. Die jungen Leute fahren morgen mit der Fähre nach Frankreich. Sie wollen durch Frankreich, Spanien und Portugal reisen.
Bei der Einfahrt auf den Übernachtungsplatz musste der Fahrer einige male vor- und zurücksetzen bis er das grosse Gefährt platziert hatte. Wir stiegen aus und Martin's staunten nicht schlecht, als noch mehr Leute ausstiegen als gedacht! Wir bedankten uns und verabschiedeten uns von der lustigen Truppe. Schnell noch ein Foto, das glaubt uns sonst keiner!
Zum Frühstück packten wir das Brot, das wir gestern Abend gekauft hatten, aus. Bääähh, fühlt sich das labberig an. Not macht erfinderisch: ich legte die Gussplatte von Grill seitenverkehrt auf den Herd und schon duftete es nach Toast. Trotzdem wird das nicht unser Favorit.
Nach dem Frühstück packten wir unsere Laptops und marschierten zur Reception / Shop / Bar. Dort ist ein WiFi Hotspot den wir heute nutzen wollten um den Bericht der letzten zwei Tage hochzuladen.
Kurz vor Mittag marschierten wir zur Bushaltestelle an der Kreuzung. Die Buslinie 93 wird mit kleineren Bussen betrieben, bald sahen wir auch weshalb.
Ich wollte die Tickets mit Pfundnoten die wir von zuhause mitgebracht hatten bezahlen. Der Fahrer wollte dieses Geld nicht nehmen. Von seinem Englisch verstand ich nicht sehr viel, aber dass wir dieses Geld auf der Bank tauschen können begriffen wir. Geduldig versuchte er uns zu erklären weshalb. Schliesslich zeigte er uns einen Zettel mit dem Bild einer solchen 'alten' Note und der Erklärung, dass diese Noten nur bis Ende März angenommen wurden. Mit der neuen Note die ich ihm gab war er zufrieden und legte uns ans Herz: wir sollen wirklich zur Bank, dort werde es getauscht.
Huiii, die Busfahrt war spannend, engere Strassen geht nicht! Links und rechts streiften die Büsche und Hecken. Heiner meinte: das ist bestimmt eine Einbahnstrasse. Irrtum .... wir hatten Gegenverkehr! Die entgegenkommenden Autos setzten jeweils einige Meter zurück bis zur nächsten (mini) Ausweichstelle.
In Dover beherzigten wir die Empfehlung des Busfahrers und marschierten in die nächste Bank. Problemlos erhielten wir für das alte Geld neue Pfundnoten.
Erfolg Nr. 1!
Aufgabe zwei: einen Telefonanbieter finden, der uns eine Daten SIM für unseren Hotspot verkauft. Wir wussten: EE verkauft nicht an Leute mit Wohnsitz im Ausland, O2 hat ein schlechteres Netz, 3 UK hat vermutlich keinen Shop in Dover, bleibt noch Vodafone UK. Zweihundert Meter weiter sahen wir bereits das entsprechende Signet.
Im Laden bekamen wir ein gutes Angebot. Während der Kaufabwicklung fragte uns der junge Mann woher wir seien. Ohh, er sei auch schon in der Schweiz gewesen. Auf seinem Handy zeigte er uns wo. Er habe während dem Fahren dauernd auf den Tacho geschaut, damit er ja nicht zu schnell fahre, es sei doch so streng in der Schweiz.
Zufrieden verliessen wir das Geschäft mit einer englischen Datensim in unserem Hotspot.
Erfolg Nr. 2
Aufgabe drei: eine Futterstelle finden und die hiesigen Gepflogenheiten anwenden.
Quer über die Fussgängerzone befand sich ein Coffeeshop mit einer ansehnlichen Sandwiches Auswahl. Wir stellten uns am Tresen an, bestellten das Gewünschte, bezahlten, suchten uns einen Sitzplatz und bekamen kurze Zeit später unser Essen.
Erfolg Nr. 3
Nun mussten wir Lebensmittel für die nächsten Tage kaufen. Der erste Supermarkt entsprach nicht unseren Vorstellungen, wir gingen schnell wieder raus.
Wir fanden einen Morrison der die gewünschten Artikel hatte.
Mit der Frischware im Rucksack suchten wir den Zugang zum Wanderweg auf den White Cliffs. Nach einem anstrengenden Aufstieg waren wir auf der Zufahrt zum Dover Castle. Wir fragten beim Kassenhäuschen ob es von hier einen Zugang auf den Wanderweg gebe. Nein, da sei nur Zugang zum Schloss. Wir müssen bis oben auf den Hügel, dann nach rechts. Es sei dort Ausgeschildert.
Nach weiteren schweisstreibenden Höhenmetern hatten wir es geschafft und wir konnten auf den weit unter uns liegenden Hafen blicken. Sehr windig war es hier oben allerdings.
Wir marschierten munter bis zum Informationscenter der White Cliffs. Das Center wird vom National Trust betrieben der auch dieses Gebiet pflegt und sauber hält. Diese Organisation besitzt im ganzen Land Parks und Häuser die man, meist kostenpflichtig, besichtigen kann. Wir hatten uns vorgängig bereits etwas informiert und wussten, dass man als Mitglied freien Zutritt bekommt. Ebenso entfallen die Parkgebühren falls man mit dem Auto anreist. Schon nach wenigen Besuchen lohnt sich die Mitgliedschaft.
Ein junger Mann erklärte uns die ganze Sache nochmal, zeigte die Vorteile und freute sich sehr, als wir uns anmelden wollten. Er füllte für uns den Anmeldeschein aus, dann überreichte er uns umfangreiches Infomaterial inklusive einem Buches mit Beschreibungen aller Orte des National Trusts. Wir sind nun Mitglieder eines englischen Clubs.
Erfolg Nr. 4
Um fünf Uhr traten wir den Heimweg über die Klippen an. Schön, spektakulär, sehr windig, länger als gedacht.
Um halb sieben passierten wir die Abzweigung nach Martin Mill. Noch zwei Kilometer! Für den restlichen Weg war die Strasse eng und es müssen alle Verkehrsteilnehmer aufpassen. Heiner meldete von hinten: Achtung, es kommt ein grosser Bus, sogar ein Zweistöckiger! Wir wichen auf das Gras aus. Der Bus stoppte neben uns. Wir wurden gefragt, wo wir hin wollen.
'To Martin Mill'.
'To the Camping?'
'Yes'.
Die Seitentür öffnete sich und wir wurden freundlich aufgefordert: 'come in'.
Was wir innen sahen glaubten wir kaum: hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz befanden sich seitlich links und rechts halbrunde, weiche Ledersofas. Angrenzend auf der einen Seite ein kleines Sidebord. Im rückwärtigen Teil stand die Tür zu einer Duschkabine offen, neben der Treppe in den oberen Stock war die Küche untergebracht, wo eine junge Frau gerade am Tee kochen war. Das ganze war so unglaublich! Drei Personen befanden sich ganz vorne, einer unterhielt sich mit uns, eine sass auf einem Roller der auch noch vor der Küche stand, eine Frau stand beim Herd. Ja, gut, es ist ein grosser Bus, da haben schon einige Platz. Die jungen Leute fahren morgen mit der Fähre nach Frankreich. Sie wollen durch Frankreich, Spanien und Portugal reisen.
Bei der Einfahrt auf den Übernachtungsplatz musste der Fahrer einige male vor- und zurücksetzen bis er das grosse Gefährt platziert hatte. Wir stiegen aus und Martin's staunten nicht schlecht, als noch mehr Leute ausstiegen als gedacht! Wir bedankten uns und verabschiedeten uns von der lustigen Truppe. Schnell noch ein Foto, das glaubt uns sonst keiner!
Mittwoch, 16. Mai 2018
15.05.18, Calais – Dover, England
Dienstag. Der erste Blick heute morgen aus dem Fenster zeigte: immer noch Nebel, kühl, windig. Jetzt bloss nicht an Seekrankheit denken und den Tag angehen wie gewohnt!
Um 8:30 fuhren wir bereits vom Platz. Bald danach fuhren wir in die Einfahrt zum Fährterminal. Als erstes passierten wir den französischen Zoll, einige Meter später den englischen Zoll, beide Male wurden unsere ID's problemlos akzeptiert. Der englische Beamte verglich die Fotos mit den tatsächlich anwesenden Personen, danach durften wir 10 Meter vorrücken und ein anderer Beamter kontrollierte den Laderaum und das Badezimmer auf eventuell versteckte Personen. Alles o.k.
wir konnten weiter fahren zur Ticket Kontrolle, dort reichte die e-Mail mit der Buchungsnummer und schon bekamen wir unsere Fahrkarten ausgehändigt. Wir durften sogar eine Fähre früher nehmen, in der Nebensaison ist das kein Problem.
Auf dem Ticket ist die Fahrbahnnummer aufgedruckt, so konnten wir sofort sehen welche Fahrspur wir nehmen mussten. Es ist alles so 'dubelisicher' angeschrieben, dass auch wir 'Landeier' uns zurecht fanden. Zudem kamen uns die Fährerfahrungen die wir in Norwegen gemacht hatten zugute.
Kaum standen wir in der richtigen Kolonne, sahen wir unsere Fähre ankommen. Zügig ging es mit dem Entladen voran und schon konnte wieder beladen werden. Das ging ja schnell.
Wir schlossen unser Fahrzeug ab und suchten die Treppe zum Passagierdeck. Zuoberst konnten wir ins Freie und die Ausfahrt beobachten. Trotz trüben Wetterverhältnissen hielt sich die Schaukelei noch in Grenzen.
Der Wind pfiff uns bald zu heftig um die Ohren, wir gingen in den geschützten Bereich. Zeit für einen Kaffee. Mist, ich hatte die englischen Pfund im Auto vergessen. Am Tresen fragte ich zuerst, ob ich auch mit Euro bezahlen könne. Ja, das könne man, es ist bloss etwas teurer. Ja, gut, Vergesslichkeit muss wohl bestraft werden. Wir kauften trotzdem Kaffee. Inzwischen schaukelte es spürbar, aber ich fühlte mich immer noch gut. Es gab auch immer was zu sehen: das Schiff ist fest in Kinderhand: ganze Busladungen Schulkinder bevölkern die Gänge, Salons und jede Ecke. Alle aufgeregt und hektisch, kaum haben sich einige hingesetzt, stehen sie schon wieder auf und laufen hastig woanders hin.
Nach einer Stunde Fahrzeit sahen wir in der Ferne bereits die weisse Linie der Klippen von Dover auftauchen. Zu unserer Freude hatten wir die trübe Nebelzone verlassen, die Sonne schien strahlend über England.
Beim Verlassen der Fähre konnten wir einfach den Anderen folgen und gelangten so automatisch auf die linke Seite. Solange wir uns an anderen Fahrzeugen orientieren konnten ging es recht gut.
Wir fuhren nur etwa fünf Kilometer, dann gelangten wir zum Campingplatz Hawthorn Farm. Hier bleiben wir bis Montag, machen die Wäsche, wandern auf den weissen Klippen, besichtigen Dover und die umliegenden Ortschaften und testen die englischen Busse.
Um 8:30 fuhren wir bereits vom Platz. Bald danach fuhren wir in die Einfahrt zum Fährterminal. Als erstes passierten wir den französischen Zoll, einige Meter später den englischen Zoll, beide Male wurden unsere ID's problemlos akzeptiert. Der englische Beamte verglich die Fotos mit den tatsächlich anwesenden Personen, danach durften wir 10 Meter vorrücken und ein anderer Beamter kontrollierte den Laderaum und das Badezimmer auf eventuell versteckte Personen. Alles o.k.
wir konnten weiter fahren zur Ticket Kontrolle, dort reichte die e-Mail mit der Buchungsnummer und schon bekamen wir unsere Fahrkarten ausgehändigt. Wir durften sogar eine Fähre früher nehmen, in der Nebensaison ist das kein Problem.
Auf dem Ticket ist die Fahrbahnnummer aufgedruckt, so konnten wir sofort sehen welche Fahrspur wir nehmen mussten. Es ist alles so 'dubelisicher' angeschrieben, dass auch wir 'Landeier' uns zurecht fanden. Zudem kamen uns die Fährerfahrungen die wir in Norwegen gemacht hatten zugute.
Kaum standen wir in der richtigen Kolonne, sahen wir unsere Fähre ankommen. Zügig ging es mit dem Entladen voran und schon konnte wieder beladen werden. Das ging ja schnell.
Wir schlossen unser Fahrzeug ab und suchten die Treppe zum Passagierdeck. Zuoberst konnten wir ins Freie und die Ausfahrt beobachten. Trotz trüben Wetterverhältnissen hielt sich die Schaukelei noch in Grenzen.
Der Wind pfiff uns bald zu heftig um die Ohren, wir gingen in den geschützten Bereich. Zeit für einen Kaffee. Mist, ich hatte die englischen Pfund im Auto vergessen. Am Tresen fragte ich zuerst, ob ich auch mit Euro bezahlen könne. Ja, das könne man, es ist bloss etwas teurer. Ja, gut, Vergesslichkeit muss wohl bestraft werden. Wir kauften trotzdem Kaffee. Inzwischen schaukelte es spürbar, aber ich fühlte mich immer noch gut. Es gab auch immer was zu sehen: das Schiff ist fest in Kinderhand: ganze Busladungen Schulkinder bevölkern die Gänge, Salons und jede Ecke. Alle aufgeregt und hektisch, kaum haben sich einige hingesetzt, stehen sie schon wieder auf und laufen hastig woanders hin.
Nach einer Stunde Fahrzeit sahen wir in der Ferne bereits die weisse Linie der Klippen von Dover auftauchen. Zu unserer Freude hatten wir die trübe Nebelzone verlassen, die Sonne schien strahlend über England.
Beim Verlassen der Fähre konnten wir einfach den Anderen folgen und gelangten so automatisch auf die linke Seite. Solange wir uns an anderen Fahrzeugen orientieren konnten ging es recht gut.
Wir fuhren nur etwa fünf Kilometer, dann gelangten wir zum Campingplatz Hawthorn Farm. Hier bleiben wir bis Montag, machen die Wäsche, wandern auf den weissen Klippen, besichtigen Dover und die umliegenden Ortschaften und testen die englischen Busse.
14.05.18, Grimbergen, Belgien – Calais, Frankreich
Montag. Der Hochnebel hielt den ganzen Tag. Kräftige Windböen probierten uns von der Strasse zu schieben. Der Regen hielt sich zurück, die Strassen blieben trocken.
Am frühen Nachmittag passierten wir die Einfahrt zum Fährhafen. Man könnte auch auf dem Parkplatz neben der Einfahrt übernachten, jedoch ist das nicht wirklich ruhig. Wir haben für morgen Vormittag eine Überfahrt gebucht, die Zeit reicht gut um vom Campingplatz der Gemeinde zum Fährhafen zu fahren.
Ich bin froh, haben wir nicht für heute gebucht, bei dem Wellengang geht es bestimmt nicht ohne Übelkeit. Morgen soll es bedeutend ruhiger sein .... hoffentlich stimmt diese Prognose.
Wir stellten uns auf den neuen Campingplatz der Gemeinde und nach einem Kaffee zogen wir los auf den obligaten Spaziergang. Es ging einem Kanal entlang bis zum Fort Risban, dort schauten wir der Ein- und Ausfahrt der Fähren zu. Da ist ein Kommen und Gehen ohne Unterlass.
Der Wind blies uns heftig um die Ohren, lange hielten wir es nicht aus. Über den menschenleeren, breiten Sandstrand liefen wir zurück.
Am frühen Nachmittag passierten wir die Einfahrt zum Fährhafen. Man könnte auch auf dem Parkplatz neben der Einfahrt übernachten, jedoch ist das nicht wirklich ruhig. Wir haben für morgen Vormittag eine Überfahrt gebucht, die Zeit reicht gut um vom Campingplatz der Gemeinde zum Fährhafen zu fahren.
Ich bin froh, haben wir nicht für heute gebucht, bei dem Wellengang geht es bestimmt nicht ohne Übelkeit. Morgen soll es bedeutend ruhiger sein .... hoffentlich stimmt diese Prognose.
Wir stellten uns auf den neuen Campingplatz der Gemeinde und nach einem Kaffee zogen wir los auf den obligaten Spaziergang. Es ging einem Kanal entlang bis zum Fort Risban, dort schauten wir der Ein- und Ausfahrt der Fähren zu. Da ist ein Kommen und Gehen ohne Unterlass.
Der Wind blies uns heftig um die Ohren, lange hielten wir es nicht aus. Über den menschenleeren, breiten Sandstrand liefen wir zurück.
Sonntag, 13. Mai 2018
13.05.18, Brüssel
Sonntag. Die Temperaturen heute waren nicht berauschend, dazu war der Himmel grau und Wolkenverhangen.
Bei diesem Wetter machte es gar nichts aus, dass der erste Bus in die Stadt erst kurz vor Mittag fuhr. Nach einer 45 minütigen Fahrt hielt der Bus am Place Rogier. Der Fahrer sagte uns, dies sei die beste Haltestelle für in die City.
Die ersten 100 Meter marschierten wir genau in die falsche Richtung. Wir bemerkten den Irrtum, machten eine Kehrtwende und liefen dann in die Fussgängerzone.
Es erstaunte uns, dass die Restaurants, Kaffees, Souvenirshops alle geschlossen hatten. Nach einigem herumirren und suchen fanden wir ein offenes Kaffeehaus, dort bekamen wir endlich typische belgische Waffeln.
Mmhhh, war das lecker!
Wieder draussen auf der Strasse merkten wir, dass nun nach und nach geöffnet wurde. Wir waren einfach zu früh. Mittlerweile hatte es auch deutlich mehr Passanten in den Gassen.
Auf dem Marktplatz herrschte schon beinahe Gedränge, Fotos ohne fremde Leute darauf ging schon gar nicht mehr.
Im Zentrum ist die Fussgängerzone eine grosse Baustelle, hier wird der Belag komplett erneuert.
Den berühmten Manneken Pis hätten wir glatt übersehen, wenn nicht eine Touristenansammlung mit gezückten Fotoapparaten davor gestanden hätten. Zu bestimmten Feiertagen trägt der Kleine Kleidung. Heute trug er ein silbernes Mäntelchen.
Auf unserem Rundgang fielen uns mehre Wandbilder auf.
Nach vier Stunden hatten wir genug von nass und kalt, wir suchten die Bushaltestelle. Nach einem Blick auf den Fahrplanausdruck, den wir auf dem Campingplatz bekamen, stellten wir fest: am Sonntag gibt's nur alle zwei Stunden einen Bus zurück. Der Letzte ist vor kurzem gefahren, der Nächste geht erst in anderthalb Stunden. Nach einigem hin und her entschieden wir uns irgendwo in die Wärme zu gehen. Wir suchten nochmal ein angeschriebenes Haus, vorzugsweise bei der Haltestelle.
Wir setzten uns an einen Tisch, bestellten etwas zu trinken und schauten dann aus dem Fenster auf den regennassen Place Rogier. Ungläubig sahen wir einen Bus unserer Linie vorbei fahren. Stimmt unser Fahrplan nicht? Nochmal verglichen wir den Fahrplan mit unseren Uhren. Laut unserem Zettel hätte jetzt kein Bus fahren müssen.
Des Rätsels Lösung: unser Fahrplan stimmte nicht ganz. Eigentlich fährt der Bus stündlich.
Weil nach verlassen des Restaurants noch genug Zeit war, liefen wir zur Haltestelle am Nordbahnhof. Zehn Minuten später konnten wir uns in den warmen Bus setzen und uns nach Grimbergen fahren lassen.
Vielleicht klappt es heute mit dem Blogeintrag hochladen.
Bei diesem Wetter machte es gar nichts aus, dass der erste Bus in die Stadt erst kurz vor Mittag fuhr. Nach einer 45 minütigen Fahrt hielt der Bus am Place Rogier. Der Fahrer sagte uns, dies sei die beste Haltestelle für in die City.
Die ersten 100 Meter marschierten wir genau in die falsche Richtung. Wir bemerkten den Irrtum, machten eine Kehrtwende und liefen dann in die Fussgängerzone.
Es erstaunte uns, dass die Restaurants, Kaffees, Souvenirshops alle geschlossen hatten. Nach einigem herumirren und suchen fanden wir ein offenes Kaffeehaus, dort bekamen wir endlich typische belgische Waffeln.
Mmhhh, war das lecker!
Wieder draussen auf der Strasse merkten wir, dass nun nach und nach geöffnet wurde. Wir waren einfach zu früh. Mittlerweile hatte es auch deutlich mehr Passanten in den Gassen.
Auf dem Marktplatz herrschte schon beinahe Gedränge, Fotos ohne fremde Leute darauf ging schon gar nicht mehr.
Im Zentrum ist die Fussgängerzone eine grosse Baustelle, hier wird der Belag komplett erneuert.
Den berühmten Manneken Pis hätten wir glatt übersehen, wenn nicht eine Touristenansammlung mit gezückten Fotoapparaten davor gestanden hätten. Zu bestimmten Feiertagen trägt der Kleine Kleidung. Heute trug er ein silbernes Mäntelchen.
Auf unserem Rundgang fielen uns mehre Wandbilder auf.
Nach vier Stunden hatten wir genug von nass und kalt, wir suchten die Bushaltestelle. Nach einem Blick auf den Fahrplanausdruck, den wir auf dem Campingplatz bekamen, stellten wir fest: am Sonntag gibt's nur alle zwei Stunden einen Bus zurück. Der Letzte ist vor kurzem gefahren, der Nächste geht erst in anderthalb Stunden. Nach einigem hin und her entschieden wir uns irgendwo in die Wärme zu gehen. Wir suchten nochmal ein angeschriebenes Haus, vorzugsweise bei der Haltestelle.
Wir setzten uns an einen Tisch, bestellten etwas zu trinken und schauten dann aus dem Fenster auf den regennassen Place Rogier. Ungläubig sahen wir einen Bus unserer Linie vorbei fahren. Stimmt unser Fahrplan nicht? Nochmal verglichen wir den Fahrplan mit unseren Uhren. Laut unserem Zettel hätte jetzt kein Bus fahren müssen.
Des Rätsels Lösung: unser Fahrplan stimmte nicht ganz. Eigentlich fährt der Bus stündlich.
Weil nach verlassen des Restaurants noch genug Zeit war, liefen wir zur Haltestelle am Nordbahnhof. Zehn Minuten später konnten wir uns in den warmen Bus setzen und uns nach Grimbergen fahren lassen.
Vielleicht klappt es heute mit dem Blogeintrag hochladen.
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