Mittwoch, 2. Juli 2014

30.6.14, Montag, Bensersiel – Ganderkesee / Falkensteinsee
Es war ein guter Entscheid das Vorzelt gestern Nachmittag zu verpacken. Am Abend gab es zum xten Mal einen heftigen Regenguss. Die ganze Nacht wehte der Wind spürbar um das Wohnmobil.
Bei bewölktem Himmel fuhren wir am späten Vormittag los. Zuerst in die nahe Stadt Esens. Wir hatten dort einen richtig gut bestückten Campingshop entdeckt. Es fehlte noch so einiges in unserer Ausrüstung und diesen Mangel wollten wir jetzt beheben. Tatsächlich hatte es das passende Sturmbandset zu unserem Vorzelt, ebenso Schraubheringe und Verbrauchsmaterial das wir wieder ergänzen mussten. Die Rechnung sah dann auch entsprechen aus. Da ist man sofort im dreistelligen Bereich.

Weiter ging die Fahrt bis Wilhelmshaven, dort machten wir Mittagspause und spazierten auf der Uferpromenade der Jade entlang. Da wurde eifrig für das bevorstehende Havenfest aufgebaut. Dies gibt offensichtlich eine grössere Sache. Das Fest dauert von Mittwoch bis Sonntag.

Nach dieser Pause fuhren wir mehrheitlich über Nebenstrassen, genossen das Grün der Landschaft, den Anblick von grossen Bäumen und endlich wieder richtige Wälder.
Es hatte Viehweiden, Pferdeweiden, Bauernhöfe, Rietgedeckte Häuser.
Gegen vier Uhr erreichten wir den Campingplatz Falkensteinsee. Wir wurden von einer jungen Frau so freundlich und herzlich empfangen, dass wir uns sofort wohl fühlten. Sie versorgte uns mit Radkarten, Wanderkarten, Umgebungsinformationen. Bremen ist etwa 25 Kilometer entfernt.
Der Himmel war immer noch wolkenverhangen und es sprühte öfter nass. Wir entschieden das Vorzelt erst am nächsten Tag aufzustellen.

1.7.14, Dienstag,
Die Sonne liess sich gnädig blicken. Es reichte beinahe zum schwitzen beim Zelt aufstellen. Während ich das Zelt zusammensetzte kroch Heiner auf dem Dach des Campers herum und entfernte den lackschädigenden Vogeldreck. Kaum war das Vorzelt befestigt und die Heringe eingedreht ……………… begann es zu regnen. Zeit für ein Bier!

Als wir glaubten die schweren, dunklen Wolken seien leer machten wir uns zu Fuss auf den Weg ins drei Kilometer entfernte Dorf Falkenstein. Rieke, die nette Campingplatzbetreiberin hat gesagt es habe dort eine Bäckerei mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs. Unterwegs mussten wir natürlich den Regenschirm aufspannen, freundlicherweise nur für kurze Zeit.
Zweieinhalb Stunden später, wir waren kaum zurück, gab es ein Gewitter mit heftigem Regen. Es hatte sogar einige kleine Hagelkörner darunter.

Von unserem Campingnachbar haben wir erfahren, dass das Sanitärgebäude auf diesem Platz erst vor zwei Wochen eröffnet wurde. Im Baggersee daneben könne man gut baden, das Wasser sei warm. Wir geniessen diese schöne Anlage auch wenn noch nicht alles fertig montiert ist.

2.7.14, Mittwoch
Gestern Abend habe ich zuerst locker, dann intensiv, später verzweifelt, trotzdem erfolglos versucht unseren Blog zu aktualisieren. Da W-Lan auf dem Platz erst ab August funktioniert griff ich auf den Vodafone Surfstick zurück. Genau für solche Situationen haben wir das Ding gekauft. Ausser Ärger beschert einem dieser Stick nichts. Da meine Blogseite nicht fertig geladen wurde, konnte ich mich nicht einloggen. Irgendwann gab ich auf.
Heute Abend darf ich mich bei der Rezeption ins Internet einloggen. Wenn ihr das lesen könnt hat’s geklappt.

Als ich heute morgen das Rollo über dem Bett öffnete rasselte meine Laune in den Keller. Allmählich habe ich genug von diesen immer wiederkehrenden Regenwolken.
Als es gegen Mittag etwas weniger grau aussah, nahmen wir unsere Fahrräder und fuhren in den nächstgrösseren Ort, Ganderkesee.
Während der Fahrt wurden wir vom Regen verschont, im Ort hatten wir genug Möglichkeiten zum Ausweichen. Die Geschichte der Kirche tönte sehr interessant, jedoch war sie während unserem Aufenthalt im Ort geschlossen. Wir gehen nochmal hin, besichtigen das Gebäude und berichten dann ausgiebig.
Auf der Heimfahrt hielten wir bei einem Verkaufsstand mit Erdbeeren und anderen Früchten. Eine Schale mit herrlich riechenden Erdbeeren und eine Schale mit Kirschen mussten es sein. Ich habe beim Kauf von Kirschen eine grosse Hemmschwelle. Für mich schmecken nur die Kirschen frisch ab Baum. Das ist wohl so bei einem Bauernkind, das jeden Sommer während der Kirschenernte wochenlang auf der Leiter stand. Mir tun heute noch die Füsse weh wenn ich daran denke. Die Kirschen sind demnach hauptsächlich für Heiner.

Zurück in unserer Heimatd begann ich mit Backvorbereitungen. Backen ist eine Tätigkeit die meinem Gemüt gut tut. Innerlich und auch äusserlich verzogen sich die Wolken. Dieses Mal bucken wir auf dem Grill im Vorzelt. Ich habe bewusst `wir` geschrieben. Mann perfektionierte die selbstgebastelte Isolation für den Backofen während Frau am Teig machen war. Mit dieser Isolation blieb die Hitze auch konstant und das Backgut bekam Farbe. Der Kuchen ist für meinen Geschmack etwas zu dunkel geraten, mein Herzblatt mag es genau so am liebsten. Das Brot ist perfekt geworden.

1 Kommentar:

  1. Hallo ihr zwei! Der Bericht über das Watt war ganz toll - alles Neuland für uns.
    Brot und Kuchen sehen lecker aus und trösten sicher über den begreiflichen Wetterkoller hinweg. Trotzdem wünsche ich euch ein wenig mehr Sonne.
    Viel Glück auf euren Entdeckungsfahrten und Märschen.
    Liebi Chirsigrüess us Häfelfinge vo Myrta und Fredy

    AntwortenLöschen