Montag, 26. März 2018

25.03.18, Lozovac

Sonntag. Wir fahren zum Eingang des Nationalparks, parken das Auto auf dem grossen Parkplatz und bezahlen die Eintrittsgebühr in den Park. Auf dem Fussweg steigen wir zur Krka hinunter, die hier bei Skradinski buk die spektakulärsten Ansichten bietet. Es gibt unzählige Wasserfälle, Stromschnellen, lauschige Stellen. Wir können uns kaum satt sehen und machen viele, viele Fotos.

Ganz glücklich fahren wir am Abend zurück zum Campingplatz. Kochen müssen wir nicht, wir haben uns bei Marina, der Campingplatzbesitzerin, angemeldet, es gibt Lammkeule vom Grill. Das Essen ist ausgezeichnet und es gibt reichlich. Zum Abschluss wird uns noch ein Kräuterschnaps offeriert. Ja, gut, dann wird der Blogeintrag halt später geschrieben .....

Samstag, 24. März 2018

24.03.18, Split – Lozovac

Samstag. Heiner hat gestern bei seinen Recherchen festgestellt, dass ein Campingplatz nahe beim Nationalpark Krka offen ist. Wir beschliessen unseren Standort zu verlegen, damit wir den Nationalpark mit seinen berühmten Wasserfällen ausgiebig besuchen können. Vorher jedoch geniessen wir, zum ersten Mal auf dieser Reise, ein Frühstück draussen an der Sonne! Was für ein Genuss! Beinahe könnte man sogar die Jacke ausziehen.
Bis zum Mittag haben wir den Platz geräumt, alles verstaut und sind fahrbereit. Knapp 80 Kilometer sind es bis zum neuen Standort, auch wenn unser Navi seltsame Schlaufen vorschlägt. Wir geniessen die Fahrt durch zum grossen Teil wilde Landschaften. Bereits um 13 Uhr fahren wir durch das Eingangstor des Campingplatzes Marina. Die Besitzerin kommt uns entgegen, begrüsst uns freundlich und begleitet zu Fuss unser Fahrzeug bis zur sonnigsten Ecke der Anlage. Nach dem Installieren können wir uns Anmelden, bekommen Informationen zur einer organisierten Tour in den Park und gleich noch einen Faltplan vom Park.
Während dem Mittagslunch beratschlagen wir, was wir möchten und was nicht und sind uns einig: wir buchen keine Tour.

Am Nachmittag steht Einkaufen auf dem Programm und natürlich ein zügiger Spaziergang zu einem Geocache. Die Koordinaten liegen bei einer stillgelegten Aluminiumfabrik. Verlassen liegt das riesige Areal in der Ebene, die Bauten sind am einstürzen, die Fenster sind zerschlagen, es wirkt gespenstisch. Wir signieren das Logbook und marschieren zurück. Der Fussmarsch hat gut getan.

23.03.18, Split

Freitag. In der Nacht wurde aus dem Regen Schnee. In der Ebene in der Region Split vermochte er sich nicht zu halten, aber an den Hügeln zieht sich das Weiss bis weit hinab. Wir bleiben am Vormittag in unseren warmen Behausungen.

Am Nachmittag fahren wir zur Festung Klis die nur einige Kilometer entfernt ist. Schon von weitem sieht man die Mauern der ehemaligen Festung auf den Felsen. Es ist eine sehr grosse, imposante Anlage hoch auf den Klippen! Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Festung oft umkämpft, erobert, zurückerobert. Herrscher waren unter Anderen: die Türken, die Venezianer, die Österreicher und einige Jahre war sie sogar in den Händen der Soldaten Napoleons. Wir lassen uns von dem alten Gemäuer beeindrucken und stellen fest: sie dienten auch als Filmkulisse von Game of Thrones.
Trotz sehr warmer Kleidung, Mützen und Handschuhen wird uns irgendwann so kalt, dass wir den Rückzug antreten.

Donnerstag, 22. März 2018

22.03.18, Split

Donnerstag. Wind und Regen machen Pause, so entschliessen wir uns nach dem Frühstück ins 20 Kilometer entfernte Trogir zu fahren. Die Altstadt von Trogir zählt seit 1997 zum UNESCO Welterbe und diente schon mehrmals als Filmkulisse.
Wir spazieren durch die Gassen, trotzen dem wieder stärker blasendem Wind und machen Fotos. So langsam macht sich Hunger bemerkbar und wir halten Ausschau nach einem Restaurant. Vor einer Tür, die von weitem einladend wirkt, bleiben wir stehen. Leider geschlossen. In dem Moment stösst ein junger Mann, der überholen will, mit meiner Schwester zusammen. Er bleibt stehen und entschuldigt sich. Rasch erkundige ich mich bei ihm, wo man hier gut essen kann. Wortreich erklärt er den Weg zu einem Restaurant wo man Fisch oder Fleisch oder Pizza haben kann. Von der Wegbeschreibung verstehen wir gar nichts. Schliesslich gibt er uns das Zeichen ihm zu folgen und er eilt um Ecken und durch Gassen, unter einem Torbogen durch in eine andere schmale Gasse. Wo führt der uns hin? Wir wollen bloss keine der Touribeizen mit dem Einheitsfutter.
Schliesslich bleibt er vor einem kleinen Restaurant stehen, das könne er uns empfehlen. Wir bedanken uns bei dem netten 'Guide' und betreten das Lokal. Ohhh, das riecht gut. Um in die untere Gaststube zu gelangen muss man hinaus auf die Gasse und bei der nächsten Tür wieder hinein. Aber oben sei es wärmer heisst es. Wir steigen eine Treppe hoch und setzen uns an einen der vier Tische in der oberen Gaststube. Es ist sehr gemütlich in dem kleinen Raum. Das Essen ist lecker, wir schwelgen und geniessen.

Wieder draussen auf der Strasse pfeift uns der Wind um die Ohren. Man hat das Gefühl die Kälte dringt bis auf die Knochen. Sehr lange halten wir es nicht mehr aus, wir möchten nach 'Hause' in die Wärme.

Am Abend gibt es einen eindrücklichen Sonnenuntergang, es sieht aus als würde es brennen.
Drei Stunden später rüttelt der Wind an unserer Behausung und der Regen trommelt aufs Dach.

Mittwoch, 21. März 2018

21.03.18, Split

Mittwoch. Müde setzen wir uns an den Frühstückstisch. Niemand ist motiviert irgend etwas zu unternehmen. Einige Hügel die wir vom Platz aus sehen haben weiss verschneite Kuppen. Es ist nur noch 7° warm beziehungsweise kalt.
Später wandere ich zwischen Waschküche und Wohnmobil hin und her, wenn wir schon auf dem Platz bleiben, kann ich auch waschen.

20.03.18, Split

Dienstag. Wir holen uns an der Rezeption einen Stadtplan und Informationen für den Bus. Wir erhalten die Auskunft, welchen Bus wir für die Hinfahrt nehmen müssen und welche für die Rückfahrt möglich sind. Die Haltestellen haben keine Namen und in den Bussen gebe es keine Anzeige. Wir sollen andere Mitfahrende fragen, wo wir aussteigen müssen. Sie markiert auf dem Plan die ungefähren Haltestellen.
Es klappt problemlos und wir finden den Weg in die Altstadt. Zuerst durchqueren wir dem Markt. Wir werden öfter angesprochen und eingeladen die Ware innerhalb der Bude zu besichtigen. Wir lehnen dankend ab, denn kaufen möchten wir nichts.
In einem Hinterhof versteckt finden wir ein kleines Restaurant. Das Angebot passt und die Zeit auch, wir machen Mittagspause. Danach empfinden wir die Temperatur draussen als merklich kühler. Es ist nicht mehr angenehm zum flanieren. Langsam gehen wir zurück zur Bushaltestelle. Die Nummer 26, die am nächsten beim Campingplatz vorbei fährt, kommt erst in zwei Stunden wieder. Wir müssen auf eine andere Nummer ausweichen. Mit Hilfe des Plans frage ich den Fahrer ob er nach Stobrec fährt. Wir bezahlen die Fahrt und setzen uns nach hinten. Anhand des Navigationssystems im Handy kann ich kontrollieren wie weit wir vom Campingplatz entfernt sind. Wir wählen die richtige Haltestelle und finden den kleinen Fussweg, der gegenüber des Campingplatzes endet. Super.

Am Abend wird der Wind immer stärker, der Regen auch, es gibt unangenehme Böen die die Zeltplanen laut flattern lassen. Heiner montiert zusätzlich das Sturmband, Hans stärkt die Verankerung auch noch. Es nützt alles nichts. Wir haben Glück, dass nichts kaputt geht. Beim Vorzelt von Hans werden die Stangen verbogen.
Schlaf gibt es nicht viel in dieser Nacht, der Bora (Fallwind von den Bergen) macht zu viel Lärm.
Am Morgen versorgen wir Zelt und Markise, das Gefährt allein gibt nicht so viel Angriffsfläche. Für die nächsten Tage wird das Wetter nicht viel besser.

19.03.18, Starigrad Paklenica - Split

Montag. Auf unserer Fahrt nach Split durchqueren wir die Gegend um Zadar. Hier sind sehr viele Häuser durch Kugeln beschädigt oder von Granaten zerstört. Es gibt Gebiete mit grossen Schäden und wenige Kilometer weiter sieht man kaum etwas.
Wir erreichen Split bei relativ gutem Wetter und freuen uns über einen Platz direkt am Wasser. Da wir sechs Nächte hier bleiben möchten, montieren wir Vorzelt beziehungsweise kurbeln wir die Sonnenmarkise raus und hängen die Seitenwände auf. Nun sind wir gegen den Regen gewappnet.