Montag, 23. Juli 2018

19.07.18, Fort Augustus – Inverness

Donnerstag. Wir verliessen ohne Trauer den bisher teuersten Campingplatz auf unserer UK Reise. So auf den ersten Blick sah alles Tip Top und neu aus, bloss das Sanitärgebäude war enttäuschend: je drei Toiletten bei den Damen und Herren und je drei Duschkabinen. Eine Dusche war nicht angeschlossen, ohne Wasser kann man nicht duschen und bei einer lief das Wasser anstatt aus der Brause, hinten am Rohr entlang. Zum Glück waren nur etwa zwanzig Wohnmobile und Wohnwagen und einige Zelte auf dem Platz. Nicht auszudenken wenn alles belegt gewesen wäre!

Wir fuhren am Loch Ness entlang, machten auf halber Strecke eine Kaffeepause und eingangs Inverness einen Einkaufshalt. Am frühen Nachmittag konnten wir uns auf dem Campingplatz anmelden und den reservierten Platz beziehen. Wir wollen bis Dienstag bleiben.

Nach dem Installieren marschierten wir einige Kilometer dem Caledonian Kanal entlang.

Mittwoch, 18. Juli 2018

18.07.18, Fort William – Fort Augustus

Mittwoch. Die Fahrstrecke heute war nicht lang. Genug Zeit um unterwegs einen Zwischenstopp zu machen und trotzdem am Mittag am neuen Ort anzukommen. Nach dem Installieren und Mittagessen gingen wir ins Dorf, wir wollten unbedingt die Schleusentreppe sehen. Da sind fünf Schleusen hintereinander um die Boote vom Caledonian Canal auf das Niveau vom Loch Ness abzusenken oder in umgekehrter Richtung anzuheben. Die Brücke, die über den Kanal geht, kann bei Bedarf gedreht werden, damit auch Segelboote mit hohem Mast passieren können.
Der Kanal verbindet die Ost- und die Westküste Schottlands, ist 97 Kilometer lang und hat insgesamt neunundzwanzig Schleusen um die Höhenunterschiede der verschiedenen Lochs auszugleichen.
Was uns auch noch interessierte: von hier aus kann man auch Schifffahrten auf dem See machen. Zwar könnten wir auch am Wochenende von Inverness aus, aber am Wochenende ist bestimmt grösserer Andrang. Ja, und das Wetter passt heute doch ganz gut.
Wir näherten uns dem Tickethäuschen und wurden sogleich von einem sympathischen Mann angesprochen. Wollt ihr eine Bootstour machen bis zum Castel? Eine 90 minütige spannende Fahrt mit dem Speedboot? Heiner's Augen leuchteten und schon hatten wir gebucht. Seit dem Nordkap sind wir abgehärtet, zudem hat es auf dem See kaum Wellen und wärmer ist es auch.
Es war genial! Wir genossen jede Sekunde.
Bei der Rückkehr wurden wir sogar mit Dudelsackmusik empfangen.

Dienstag, 17. Juli 2018

12.07. – 17.07.18

12.07. Musselburgh/Edinburgh
Donnerstag. Die Vormittagsstunden brauchten wir zum Tagebuch bezw. Blog schreiben und hoch laden. Am Nachmittag machten wir nochmal einen grösseren Spaziergang in der Umgebung. Bei der Uferzone zwischen Prestongrange und Musselburgh hat es ein Schutzgebiet für Vögel und etliche Spazierwege für Menschen. Auf dem Heimweg hörten wir im Randquartier von Musselburgh die Melodie des Eisverkäufer Autos. Als wir um die Ecke hasteten hatte er bereits wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Ich gab Handzeichen und hatte Erfolg damit. Lachend füllte der Verkäufer zwei Eistüten für uns. Mhhh, herrlich! So erfrischt lief es beinahe von selbst zurück.

13.07. Musselburgh – Strathyre
Freitag. Schon die ganze Woche sah es jeweils am Morgen so aus, als wolle es tagsüber regnen und Nachmittags kam die Sonne zum Vorschein. Auch heute war da keine Ausnahme. So lange die Einwohner dieser Gegend ihre Gärten wässern bleibt es vermutlich auch trocken.

Auf unserer Fahrt heute machten wir einen längeren Stopp in Falkirk. Wir wollten das Falkirk Wheel sehen, ein Schiffshebewerk, das die Kähne von einem Kanal in den anderen hievt. Früher waren da unzählige Schleusen und man brauchte Stunden um die Stufen zu überwinden. Es hat immer noch genug Schleusen an der Route, aber mit dieser Konstruktion kann man auf kurzer Distanz eine stärkere Steigung bewältigen.
Auf der Weiterfahrt mussten wir unseren Kühlschrank und die Vorräte auffüllen, die Einkaufsmöglichkeiten im dünner besiedelten Gebiet sind spärlicher.
Bald hatten wir den Loch Lubnaig erreicht, an dessen oberen Ende wir einen Campingplatz suchten. Wir stehen auf dem Immervoulin Camp. Park, am River Balvag der nur noch ein schmales, zahmes Flüsschen ist. Hier bleiben wir bis Montag.

14.07. Strathyre
Samstag. Bei eher starker Bewölkung zogen wir, ausgerüstet mit Wanderschuhen, Rucksack und Lunch, am Morgen los. Ein Stück mussten wir der stark befahrenen Strasse entlang, danach konnten wir auf Wander- und Radwegen unsere Route suchen. Die Aussicht auf den See und die Berge war Genuss pur.

15.07. Strathyre
Sonntag. Ein trüber, regnerischer Tag. Wir verbrachten den Vormittag im Trockenen. Mitten im Nachmittag zogen wir die Regenkleider an und machten eine 10 Kilometer Geocachingtour. Ohne Geocaching hätten wir uns nicht ins Freie begeben und hätten am Abend keine Müdigkeit verspürt.

16.07. Strathyre – Fort William.
Montag. In einem weiten Bogen fuhren wir nach Fort William. Es gäbe auch eine kürzere Variante, wir bevorzugten die lange Version und genossen das wunderschöne Schottland.
In Kenmore machten wir eine grössere Mittagspause und einen Bummel durch den Ort mit vielen schönen Fotomotiven.
Wir erreichten den Campingplatz bei Fort William früh genug um nach dem Installieren einen Marsch ins Stadtzentrum zu machen.

17.07. Fort William.
Dienstag. Der Ben Nevis, der höchste Berg Schottlands blieb heute verhüllt, Nebel und Regenwolken schränkten die Sichtweite ein. So richtig regnen vermochte es jedoch nicht, es war eher eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Wie wenn jemand mit einem Zerstäuber die Pflanzen benetzt.

Nachdem unsere Haushaltsarbeiten erledigt waren, packten wir die Rucksäcke und marschierten einige Kilometer entlang des Flusses Lochy. Dass der Wind wehte kam uns zu gute, der vertreibt die Mücken.
Wir hatten bereits Bekanntschaft mit den Midges gemacht, einer Stechmückenart die hier in den Highlands heimisch ist. Winzig klein kann sie fast überall durch und eine echte Plage sein. Wir hatten uns eingesprüht, aber je nach Geländeart und Tageszeit sind ganze Schwärme unterwegs.
Bei der Rückkehr auf den Campingplatz besuchten wir den Campingplatz Laden und waren ganz erstaunt über das grosse Angebot an Artikeln die das Camperleben erleichtern. Da hatte es, nebst einigen Lebensmitteln, Mittel für das Frisch- und Abwasser, Pumpen und Ersatzschläuche bis hin zu Auffahrkeilen, alles was notwendig ist beziehungsweise auch kaputt gehen kann. Hier wäre der deutsche Camper der vor einigen Tagen bei uns um Rat fragte nicht so aufgeschmissen gewesen. Die Wasserpumpe bei seinem Mietmobil war ausgestiegen. Ohne funktionierende Pumpe gibts kein Wasser, nicht mal für das Klo.
Der beste Fund den wir in diesem Laden machten, waren Highland Kopfnetzte gegen Midges. Ein ganz feines Netz, ähnlich wie bei einem Imker, das den Kopf vor Stichen schützt. Es sieht zwar doof aus, nützt aber ganz ohne Chemie.

Donnerstag, 12. Juli 2018

11.07.18, Musselburgh/Edinburgh

Mittwoch. Heute verbrachten wir nochmal einen Tag in der Stadt. Unser erstes Ziel: die königliche Jacht 'Britannia'.
Erstaunt stellten wir fest, dass der Zugang durch das Einkaufzentrum war. Man musste in den zweiten Stock und jeweils für die nächste Treppe an vielen Geschäften vorbei durch einen langen Gang. Verkaufswirksam.
Am Ticketschalter erhielten wir, auf Anfrage, auch hier Seniorenermässigung.
Vom Audioguide liessen wir uns alles auf der imposanten Yacht erklären.

Mit dem Bus fuhren wir ein Stück zurück Richtung Stadtzentrum. Bei der St. Mary's Cathedral legten wir eine Pause ein und lauschten einige Minuten dem Chor bei der Probe.
Danach stiegen wir zum Dean Valley ab und genossen den Spaziergang im grünen Tal entlang des Flusses.

10.07.18, Musselburgh/Edinburgh

Dienstag. Haushalttag. Am Nachmittag machten wir den obligatorischen Spaziergang und auf dem Rückweg haben wir wieder einmal eine Pizza genossen.

09.07.18, Musselburgh/Edinburgh

Montag. Mit dem Bus fuhren wir in die Stadt. Von den vordersten Sitzen im Oberdeck hatten wir einen wunderbaren Überblick und Heiner machte bereits auf der Fahrt einige Fotos.
Einen Buslinienplan hatten wir nicht, wir stiegen einfach aus, als wir das Gefühl hatten: hier ist gut.
Als erstes bestiegen wir gleich das Riesenrad um einen Rundblick zu wagen. Genial!
Einige Meter weiter stand ein Schotte mit einem Dudelsack. Wir rüsteten zum Foto machen, da gab der Schotte Handzeichen, man durfte sich für Fotos neben ihn stellen. Schnell erklärte ich ihm, dass Heiner heute Geburtstag habe. Mit einem Lachen im Gesicht reagierte er sofort und spielte 'Happy Birthday' auf seiner 'Bagpipe'.
Heiner strahlte übers ganze Gesicht, sein Tag war perfekt!
Nach einer Kaffeepause stiegen wir zum Castle hinauf und stellten uns in die Warteschlange vor dem Ticketschalter. Dank Seniorenticket erhielten wir ein wenig Ermässigung auf den teuren Eintritt.
Auf dem grossen Platz vor dem Tor waren die Arbeiter emsig am Bühne aufbauen für das Edinburgh Tatoo. Erstaunt stellten wir fest: der Platz ist gar nicht eben, das ist ansteigend hier! Das ist für die Darsteller und Musikanten sicher nicht einfach.
Die Burganlage ist riesig und man kann Stunden verbringen mit der Besichtigung von Kanonen, Kapellen, Geschäften, Gefängnis, Museen und den schottischen Kronjuwelen.
Wir bummelten durch die Stadt, entdeckten Parks, Gärten und schöne Winkel, bekamen müde Beine und einen vollen Kopf.
Als Tüpfelchen durften wir in Jamie Oliver's Restaurant ein vorzügliches Dinner geniessen (nochmal herzlichen Dank den edlen Spendern!).
Und hätten wir einen Hund dabei gehabt, hätte auch der ein Restaurantessen geniessen können.

Mit dem Bus ging es zurück Richtung HeiMatd.

Sonntag, 8. Juli 2018

08.07.18, Lagganbeg Camping – Musselburgh/Edinburgh

Sonntag. Heiner entschied gestern Abend, er wolle seinen Geburtstag in Edinburgh feiern. Wir suchten mithilfe von unserer Babette einen Campingplatz vor den Toren dieser Stadt. Nicht zu nahe, aber so, dass wir mit dem Bus in die Stadt fahren können.
Während der Fahrt bibberten wir: haben wir Platz oder müssen wir auch hier unverrichteter Dinge wieder abziehen?
Unterwegs erhaschten wir einen Blick auf Stirling Castle und das Wallace Monument. Wir fuhren daran vorbei, wir wollten unbedingt nach Edinburg.
Um fünf nach zwölf fuhren wir auf den Drummohr Campingplatz. Ein Zettel an der Tür besagte, dass zwischen zwölf und eins Lunchtime ist. Bisher war es auf den meisten Plätzen zwischen ein und zwei Uhr. Wir wollten uns eben zum warten einrichten, da kam das Betreiber Paar und winkte uns. Die Tür wurde aufgeschlossen und freundlich der Check-in abgewickelt. Der Mann drückte uns eine deutsche Informationsbroschüre zu Edinburgh in die Hand und erklärte den Weg zur Bushaltestelle. Die Busse fahren alle 10 Minuten, Abends alle 30 Minuten und ab 12 Uhr noch stündlich.
Überglücklich, dass es hier geklappt hatte, richteten wir uns für drei Nächte ein.
Nach dem Mittagessen setzte ich mich an den Laptop um den Blog der letzten Tage zu vervollständigen. So wie es hier aussieht sollte es mit dem up load klappen. Falls es Schwierigkeiten gibt, lasse ich die Fotos weg. Text alleine sollte auch bei schwacher Leitung klappen.