Blog von unterwegs mit dem Wohnmobil. Ziel: Europa und die Welt bereisen solange es Spass macht und die Gesundheit erlaubt. Tagebuch vom Jakobsweg Basel - Vezelay - Limoges - Orthez, Bilbao - Ribadeo - Santiago - Finisterra 27. Juli 2013 bis 28. Dez. 2013
Sonntag, 7. April 2019
07.04.19, Wem – Rhuallt
Die Wendemarke lag bei einer kleinen alten Steinbrücke. Unterwegs sahen wir erstaunliche Ausgleichsfähigkeiten der Natur. Der Baum hat den Zaun 'umwachsen' oder ihn sich 'einverleibt'.
Nach sechs Kilometern Fussmarsch waren wir zurück und gönnten uns ein Bier vor unserer 'HeiMatd'.
Samstag, 6. April 2019
06.04.19, Meriden – Wem
Zur Mittagszeit erreichten wir bereits das Ziel. Genüsslich setzten wir uns vor dem WoMo an die Sonne und verzehrten unser üppiges Mittagsmahl: warme Scones mit Clotted cream und Jam.
Der Spaziergang in den Ort wurde heute von Erfolg gekrönt! Wir fanden einen Bankomaten, jetzt sind wir nicht mehr mittellos.
Zurück auf dem Camping machte ich mich bald ans Vorbereiten vom Nachtessen. Unsere Paellapfanne kommt wieder einmal zum Einsatz. Meine beiden Mitesser sind zufrieden mit meinem 'Geköche', ich darf bleiben!
05.04.19, Hoddesdon – Meriden
Auch an diesem Fahrtag Kreisel, Kreisel, Kreisel. Wir nehmen das in Kauf, weil es auf der Autobahn oft auch nicht schneller vorwärts geht und man von der Landschaft viel weniger mitbekommt. Das Wetter meint es gut mit uns, die Bewölkung ist hoch, die Sonne schaut oft zwischen den Wolken durch.
Unsere einzige Sorge: die Bargeldreserven sind aufgebraucht, wir müssen einen Bankomaten finden.
Auf dem Campingplatz konnten wir mit der Karte bezahlen.
Nach dem Installieren marschierten wir in den Ort und suchten eine entsprechende Einrichtung. Wir klapperten alles ab und fanden nichts entsprechendes. Schliesslich frage ich eine Passantin. Sie wies uns in den kleinen Lebensmittelladen. Tatsächlich, zwischen den eng gestellten Regalen steht so eine Cashmaschine. Leider akzeptierte das Gerät unsere Karte nicht und wir verliessen unverrichteter Dinge das Geschäft.
Auf dem Campingplatz haben wir die Speisekarte von einem Indischen Restaurant gelesen. Schon beim Gedanken an diese Gerichte lief uns das Wasser im Mund zusammen. Falls die im Restaurant Kartenzahlung akzeptieren, essen wir heute indisch. Der Weg zog sich unerwartet in die Länge. Schon machten sich Zweifel breit, ob das die richtige Strasse ist. Endlich tauchte das angeschriebene Gebäude auf und herrliche Currydüfte waberten uns entgegen. Wir stiessen die Tür vom Lokal auf und standen mit langen Gesichtern mitten zwischen Bier trinkenden Engländern. Das sah nun wirklich gar nicht nach indischem Restaurant aus. Nach Curry roch es auch nicht und zum essen einladend sah es gar nicht aus. Ein Pub wie es im Buche steht. Eilig verliessen wir die Gaststube und sahen uns draussen suchend um. Da hatte es doch entsprechend gerochen, wo ist denn das ver.... Lokal? Wir schlichen suchend um das Haus und wurden doch noch von den Gerüchen in die richtige Ecke gelotst. Wir hätten im selben Haus bloss den Hintereingang in die erste Etage nehmen müssen.
Ja, man könne mit Karte bezahlen, aber ob es noch Platz für drei Personen habe ....??
Lachend sagte der Kellner jedoch sofort: es sei bloss ein 'Joke' gewesen, natürlich habe es Platz.
Wir haben sehr gut gegessen und als der Kellner zum abräumen kam, fragte er höflich, ob es gut gewesen sei. Christina erwiderte: ja, sehr gut, ähhhm, können wir nochmal das selbe haben? Das Gesicht des jungen Kellners hätte man filmen sollen: zuerst unverständnis, dann ungläubig bis fassungslos. Ein Ausdruck wie: 'was, jetzt haben die so viel gegessen, alle Schalen sind leer! Und jetz nochmal das selbe?!'
Nein junger Mann, natürlich sind wir satt, Christina hat bloss den 'Witz' zurück gegeben. Alle mussten herzlich lachen.
Mit vollen Bäuchen liefen wir die drei Kilometer durch die Dunkelheit zurück zum Campingplatz.
Donnerstag, 4. April 2019
04.04.19, Hoddesdon
Den Vormittag verbrachten wir gemütlich lesend oder schreibend an der Wärme in unserem 'Häuschen'. Wettermässig haben wir das, was man so allgemein unter englischem Wetter versteht. Täglich von allem ein bisschen.
Am Nachmittag verpackten wir uns Regen- und Winddicht, schnürten die Wanderschuhe und erkundeten unsere Umgebung im Lee Valley.
Dieser Park erstreckt sich über 40 Km2 und bietet viele Sportmöglichkeiten oder einfach Platz in der Natur um sich zu erholen. Wir genossen unsere mehrstündige Wanderung und ganz nebenbei suchten wir einige Geocaches. Müde und hungrig kehrten wir unweit des Campingplatzes ins 'Fish and Eels' ein, gönnten uns ein lokales Bier und dazu Fish and Chips. Lecker.
Mittwoch, 3. April 2019
03.04.19, Bradfield – Hoddesdon
Die Dame an der Reception war noch nicht so versiert, sie musste viel die Kollegin fragen. Wir hatten Zeit, heute störte das nicht.
Ich lechzte nach einer Kaffeepause und Heiner wollte wissen, ob ich jetzt noch die Wäsche machen wolle. Das war nun wirklich ein ganz kritischer Zeitpunkt für eine solche Frage. Ich wollte zuerst einen Kaffee, etwas ausruhen, ankommen und dann entscheiden ob ich jetzt oder erst morgen waschen will. Nein, eigentlich will ich gar nicht, aber ich muss. Irgendwann ist es unumgänglich. Ich bekam meine Kaffeepause bevor der Haussegen gänzlich schief hing. Etwas später vermochten Christina und ich sogar die Waschmaschinen befüllen. Es ist alles wieder im Lot.
Dienstag, 2. April 2019
02.04.19, Maasland - Harwich / Bradfield
Gemächlich erledigten wir das übliche Procedre und verliessen den Platz um 10.30 Uhr.
Da wir zu früh in Hoeck van Holland waren, stellten wir unser Fahrzeug beim Einkaufszentrum auf einen Parkplatz und schlenderten durch den kleinen Markt.
Um zwölf stellten wir uns in die Kolonne vor dem Check-in. Die Fahrzeuge vor uns passierten den Schalter recht zügig. Bei uns dauerte es etwas. Das Lesegerät konnte unsere Schweizer Ausweise nicht lesen, deshalb musste die Beamtin alles von Hand eingeben. Beim zweiten Schalter ging es etwas schneller, dafür nahmen sich die Zollbeamten mehr Zeit für die Inspektion in unserem Fahrzeug. Schliesslich bekamen wir grünes Licht und durften auf die Fähre fahren.
Die Überfahrt gestaltete sich in jeder Beziehung ruhig. Es hatte nicht viele Passagiere auf dem Schiff.
Beim Verlassen benötigten wir Geduld. Unsere Kolonne kam nur langsam und stockend voran. Die Dame am Zoll machte alles seeeehr genau. Mann am Steuer war hungrig, müde und wollte so schnell wie möglich auf den Übernachtungsplatz. Er schimpfte lauthals. Es ging trotzdem nicht schneller.
Endlich konnten wir unsere Tickets und Pässe vorweisen und durften nach einem kurzen Frage und Antwortspiel passieren.
Inzwischen war es draussen dunkel geworden. Es erforderte ganze Konzentration bei Dunkelheit und Linksverkehr die richtigen Abzweigungen zu erwischen. Nach dreizehn Kilometern haben wir den Übernachtungsplatz erreicht. Zum Glück hatten wir ein Mail geschrieben und uns Vorangemeldet. Wir wurden Eingewiesen, konnten die Gebühr bezahlen und danach wurde Pub und Einfahrt geschlossen. Ohne Voranmeldung hätten wir schlechte Karten gehabt.
Montag, 1. April 2019
01.04.19, Düsseldorf – Maasland
Nach dem Installieren marschierten wir einem Kanal entlang nach Schipluiden, einer hübschen kleinen Ortschaft. Insgesamt gab es einen sechs Kilometer langen Spaziergang, ideal nach der langen Fahrt.
Jetzt ist Christina am kochen, und wir freuen uns auf Zitronenspaghetti.







