Sonntag. Wir genossen unser Frühstück draussen vor dem WoMo. Der Wind hat sich gelegt, es herrschen angenehme Temperaturen.
Wir unternahmen eine Wanderung in den Parco Natural Estrecho. Die Aussicht von oben auf das Meer, Tarifa als den südlichsten Punkt Spaniens, die Strasse von Gibraltar und im fernen Dunst die Silhouette von Marokko war eindrücklich.
Es sollen bloss 15 Kilometer Distanz sein zwischen den beiden Ländern.
Wir genossen unseren Lunch auf diesem schönen Aussichtspunkt.
Auf unserem weiteren Weg trafen wir verschiedene Tiere.
Der Weg zurück war lang, die letzten Kilometer mussten wir entlang der Strasse gehen. Markierte Wanderwege gibt es selten.
Blog von unterwegs mit dem Wohnmobil. Ziel: Europa und die Welt bereisen solange es Spass macht und die Gesundheit erlaubt. Tagebuch vom Jakobsweg Basel - Vezelay - Limoges - Orthez, Bilbao - Ribadeo - Santiago - Finisterra 27. Juli 2013 bis 28. Dez. 2013
Sonntag, 2. April 2017
01.04.17, Valdevaqueros, Tarifa
Samstag. 'Ruhetag'. Bloss Bettwäsche machen, Betten frisch beziehen, sämtliche Wäsche vom Waschtag zusammenfalten und verstauen. Schwups, ist der Tag vorbei.
31.03.17 La Linea - Tarifa
Freitag. Nach dem gestrigen anstrengenden Tag schlafen wir etwas länger. Während wir gemütlich Frühstücken, ist die Putzequipe fleissig am arbeiten. Dieser Platz wird von Behinderten unterhalten und ist top gepflegt. Kurz vor zwölf verliessen wir den Platz und fuhren Richtung Tarifa. Unser nächster ausgewählter Platz lag etwa 10 Kilometer ausserhalb Tarifas und verfügt über gute Infrastruktur, grosse Wäsche stand an. Tatsächlich standen mir zwei Waschmaschinen zur Verfügung, auf diese Weise ging es etwas schneller.
Am Abend machten wir einen kleinen Spaziergang zum Strand. Das ruhigere Mittelmeer war gestern, heute stehen wir am Atlantik. Ein Paradies für Kite-Surfer.
Am Abend machten wir einen kleinen Spaziergang zum Strand. Das ruhigere Mittelmeer war gestern, heute stehen wir am Atlantik. Ein Paradies für Kite-Surfer.
30.03.17, Gibraltar
Donnerstag. Zu Beginn unserer Gibraltarbesichtigung mussten wir erst einen Bus finden, der uns bis zur Grenze brachte. Um elf Uhr hatten wir den Zolldurchgang passiert und überquerten mit vielen anderen Fussgängern und Autos die Start- und Landebahn des Flughafens von Gibraltar. Kaum waren wir auf der anderen Seite, wurde die Strasse geschlossen, eine Wischmaschine fegte sämtliche Steinchen und Sonstiges von der Fahrbahn, danach konnte das Startprozedere beginnen. Gleich zwei Maschinen machten sich bereit für den Start. Sie rollten bis zum westlichen Ende der Rollbahn, dann erfolgte der Start gegen Osten. Am jeweiligen Ende der Start- und Landebahn liegt das Meer, eine ganz spezielle Gegebenheit.
Bevor wir die Stadt erkundeten bezogen wir an einem Bankomat englische Pfund. Zwar wird in den Geschäften der Euro akzeptiert, jedoch oft zu einem recht hohen Kurs.
Zur Main Street gelangten wir durch einen Tunnel in der Stadtmauer. Die Mauer ist breit genug um Restaurants, Cafes und Pubs zu beherbergen. Auf dem Casemates Square dahinter konnte man an der Sonne sitzen und sich von einem der Restaurantbetreiber bedienen lassen. In der Main Street herrschte reges Treiben, viele Touristen schlenderten und betrachteten die Auslagen der Geschäfte. Auffallend viele Schmuckgeschäfte säumten die Flaniermeile links und rechts. Trotzdem konnte ich meinen Angetrauten nicht überreden, mein Dackelblick war vergebens. Gegenüber der Residenz des Gouverneurs setzten wir uns vor einem Restaurant an einen Tisch und liessen uns Fish and Chips servieren. Während dem Essen konnten wir beobachten wie der Gouverneur den Palast verliess, wie die Wachen salutierten und kurze Zeit später wie die Wachablösung zelebriert wird.
Vom Cable Car (Seilbahn) liessen wir uns auf den hohen Felsen bringen. Die Aussicht vom Affenfelsen ist sensationell. Und überall wird auf Tafeln mit Wort und Bild gewarnt, dass man die Affen nicht füttern soll, dass man die Tasche etc. nicht liegen lassen soll. Im Souvenirshop mit integriertem Cafe hat es einen Türsteher, der darauf achtet, dass keiner der Affen von der Aussichtsplattform herein kommt. Trotzdem schaffte es einer durch die andere Tür unten an der Treppe. Blitzartig sauste er die Treppe hoch, sprang auf den ersten Tisch und klaute der Dame dort den angebissenen Muffin aus der Hand. Die Frau erschrak sich so, dass sie ihren Kaffee verschüttete. So flink wie der kleine Kerl erschienen war, so schnell verschwand er auch wieder.
Den Abstieg vom Affenfelsen machten wir zu Fuss. Unterwegs besuchten wir die St. Michael's Cave, eine riesige Höhle mit gigantischen Tropfsteinen, die mit Lichteffekten in Szene gesetzt werden. Diese Höhle ist sehenswert, wir verbrachten einige Zeit mit staunen und fotografieren.
Einen weiteren Höhepunkt auf dem Weg nach unten war die Suspensions Bridge, eine 72 Meter lange Hängebrücke für Fussgänger. Mit lautem Herzklopfen wagte ich mich darüber, was andere können, kann ich auch.
Unten in der Stadt genehmigten wir uns einen Kaffee bevor wir uns zu Fuss auf den Heimweg machten. Kurz vor 20Uhr erreichten wir den Campingplatz.
Bevor wir die Stadt erkundeten bezogen wir an einem Bankomat englische Pfund. Zwar wird in den Geschäften der Euro akzeptiert, jedoch oft zu einem recht hohen Kurs.
Zur Main Street gelangten wir durch einen Tunnel in der Stadtmauer. Die Mauer ist breit genug um Restaurants, Cafes und Pubs zu beherbergen. Auf dem Casemates Square dahinter konnte man an der Sonne sitzen und sich von einem der Restaurantbetreiber bedienen lassen. In der Main Street herrschte reges Treiben, viele Touristen schlenderten und betrachteten die Auslagen der Geschäfte. Auffallend viele Schmuckgeschäfte säumten die Flaniermeile links und rechts. Trotzdem konnte ich meinen Angetrauten nicht überreden, mein Dackelblick war vergebens. Gegenüber der Residenz des Gouverneurs setzten wir uns vor einem Restaurant an einen Tisch und liessen uns Fish and Chips servieren. Während dem Essen konnten wir beobachten wie der Gouverneur den Palast verliess, wie die Wachen salutierten und kurze Zeit später wie die Wachablösung zelebriert wird.
Vom Cable Car (Seilbahn) liessen wir uns auf den hohen Felsen bringen. Die Aussicht vom Affenfelsen ist sensationell. Und überall wird auf Tafeln mit Wort und Bild gewarnt, dass man die Affen nicht füttern soll, dass man die Tasche etc. nicht liegen lassen soll. Im Souvenirshop mit integriertem Cafe hat es einen Türsteher, der darauf achtet, dass keiner der Affen von der Aussichtsplattform herein kommt. Trotzdem schaffte es einer durch die andere Tür unten an der Treppe. Blitzartig sauste er die Treppe hoch, sprang auf den ersten Tisch und klaute der Dame dort den angebissenen Muffin aus der Hand. Die Frau erschrak sich so, dass sie ihren Kaffee verschüttete. So flink wie der kleine Kerl erschienen war, so schnell verschwand er auch wieder.
Den Abstieg vom Affenfelsen machten wir zu Fuss. Unterwegs besuchten wir die St. Michael's Cave, eine riesige Höhle mit gigantischen Tropfsteinen, die mit Lichteffekten in Szene gesetzt werden. Diese Höhle ist sehenswert, wir verbrachten einige Zeit mit staunen und fotografieren.
Einen weiteren Höhepunkt auf dem Weg nach unten war die Suspensions Bridge, eine 72 Meter lange Hängebrücke für Fussgänger. Mit lautem Herzklopfen wagte ich mich darüber, was andere können, kann ich auch.
Unten in der Stadt genehmigten wir uns einen Kaffee bevor wir uns zu Fuss auf den Heimweg machten. Kurz vor 20Uhr erreichten wir den Campingplatz.
Freitag, 31. März 2017
29.03.17, La Linea de la Concepcion
Mittwoch. Um 10 Uhr fuhren wir los weiter südwärts. Die heutige Etappe belief sich auf etwa 350 Kilometer, deshalb benutzten wir die Schnellstrasse A7. Auf diese Art konnten wir die meisten Ortschaften umfahren. Die Fahrzeit ist mit 4,5 Stunden für uns etwas mehr als üblich. Das Ziel: die Ortschaft vor der Grenze zu Gibraltar. Gibraltar hat leider keinen Campingplatz und für Camper sei es, laut Internet, zu eng. Es werden die Ortsbuslinien empfohlen.
Bald nach verlassen des Campingplatzes passierten wir die Ortschaft Aguadulce. Viele Hochhäuser prägen den Ferienort an der schönen Bucht. Danach gab es wieder riesige Flächen Plastikhäuser zu sehen. Wir diskutieren und kamen zum Schluss, dass die Kulturen hier auf diese Art vor der sengenden Sonne und dem Wind geschützt werden.
Im Umland von Malaga änderte sich die Landschaft, es wurde grüner, hauptsächlich Kastanienbäume wachsen an den Hängen. Es wurde richtiggehend hügelig, entsprechend viele Tunnels durchqueren und Brücken überquerten wir. Dazwischen immer wieder die Sicht auf das blaue Meer.
Am späteren Nachmittag erreichten wir La Linea de la Concepcion und suchten den Campingplatz. In unserem Navi konnte ich die genaue Adresse nicht eingeben. Wir hofften auf gute Strassenbeschilderung. Weit und breit war kein Campingschild zu sehen. Wir hatten das Gefühl, dass uns das Navi in die Irre führt. Schliesslich hielten wir am Strassenrand und befragten über das Handy Google Maps. Wir befanden uns auf der richtigen Route und nur noch noch etwa einen Kilometer vor dem Ziel. Endlich erreichten wir die Zielstrasse, ein kleines Schild wies auf die Abzweigung zum Campingplatz. Dann schafften wir es tatsächlich am Eingangstor vorbei zu fahren, weil da das Schild fehlte und auch keine der sonst üblichen Flaggen zu sehen waren. Als das Strässchen in einen löcherigen Feldweg über ging merkten wir, dass wir nun wenden mussten. Im Schritttempo fuhren wir zurück und da sahen wir den Eingang. Nun stehen wir zwischen Deutschen und Holländern und freuen uns auf den Ausflug nach Gibraltar.
28.03.17, Almeria
Das rauschen des Meeres in den Ohren liess uns letzte Nacht entspannt schlafen. Die Heizung brauchten wir nicht mehr, die Nachttemperaturen blieben im zweistelligen Bereich, tagsüber geht es bereits auf angenehme 20 Grad.
Kurz vor 11 Uhr stiefelten wir zur Strasse hoch und stellten uns an die Bushaltestelle. Laut Auskunft sollte alle halbe Stunde eine Bus nach Almeria fahren. Tatsächlich brauste wenige Minuten nach elf ein Bus heran. Ich gab, wie gefordert, das entsprechende Handzeichen. Der Buschauffeur verlangsamte die Fahrt etwas,gab Handzeichen zurück .... und sauste vorbei. Der Bus war ziemlich voll, wir sollen wohl den nächsten Bus anhalten. Nach 20 Minuten näherte sich ein weiterer Bus. Der hielt tatsächlich und nahm uns mit. Fahrplan?? Das sieht man hier offenbar nicht so eng.
Beim Hafen ist ein guter Startpunkt für die Stadtbesichtigung. Schade ist, dass bis in die kleinsten Gässchen gefahren wird. Einen ausgeprägten Altstadtcharakter fanden wir nicht. Es gibt einzelne alte Bauten. Viele sind am zerfallen, das Geld für Renovationen ist nicht vorhanden. Neuere und moderne Häuser sind deutlich in der Überzahl, am ältesten sind vermutlich die Kirchen, die Kathedrale und ganz bestimmt die Festung La Alcazaba, die auf das Jahr 955 zurück geht. Von dort oben hat man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und den Hafen.
Ein breiter Boulevard führt zur Stierkampfarena. Das 'Heiligtum' der Südspanier wird gehegt und gepflegt. Von dieser Tradition wollen sie nicht lassen. Hier in der Nähe befinden sich auch die eleganteren Geschäfte, man kann sich sehr wohl mit allen möglichen Luxusgütern eindecken. Die meisten hier schwelgen jedoch nicht im Luxus.
Den Bus für zurück zum Campingplatz suchten wir vergebens. Gegenüber unserer Ausstiegsseite befand sich die Haltestelle von anderen Buslinien. Ein Passant schickte uns weiter nach vorn, bei der nächsten Haltestelle schickte uns ein Chauffeur noch weiter nach vorn. Schliesslich erreichten wir den Wendepunkt der Stadtbusse und von unserer Buslinie war weit und breit nichts zu sehen. Kurzerhand beschlossen wir die restlichen drei Kilometer zu Fuss zu gehen. Auf der Küstenstrasse mit Blick auf das tiefblaue Meer ist diese Distanz gar nicht so lang.
Kurz vor 11 Uhr stiefelten wir zur Strasse hoch und stellten uns an die Bushaltestelle. Laut Auskunft sollte alle halbe Stunde eine Bus nach Almeria fahren. Tatsächlich brauste wenige Minuten nach elf ein Bus heran. Ich gab, wie gefordert, das entsprechende Handzeichen. Der Buschauffeur verlangsamte die Fahrt etwas,gab Handzeichen zurück .... und sauste vorbei. Der Bus war ziemlich voll, wir sollen wohl den nächsten Bus anhalten. Nach 20 Minuten näherte sich ein weiterer Bus. Der hielt tatsächlich und nahm uns mit. Fahrplan?? Das sieht man hier offenbar nicht so eng.
Beim Hafen ist ein guter Startpunkt für die Stadtbesichtigung. Schade ist, dass bis in die kleinsten Gässchen gefahren wird. Einen ausgeprägten Altstadtcharakter fanden wir nicht. Es gibt einzelne alte Bauten. Viele sind am zerfallen, das Geld für Renovationen ist nicht vorhanden. Neuere und moderne Häuser sind deutlich in der Überzahl, am ältesten sind vermutlich die Kirchen, die Kathedrale und ganz bestimmt die Festung La Alcazaba, die auf das Jahr 955 zurück geht. Von dort oben hat man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und den Hafen.
Ein breiter Boulevard führt zur Stierkampfarena. Das 'Heiligtum' der Südspanier wird gehegt und gepflegt. Von dieser Tradition wollen sie nicht lassen. Hier in der Nähe befinden sich auch die eleganteren Geschäfte, man kann sich sehr wohl mit allen möglichen Luxusgütern eindecken. Die meisten hier schwelgen jedoch nicht im Luxus.
Den Bus für zurück zum Campingplatz suchten wir vergebens. Gegenüber unserer Ausstiegsseite befand sich die Haltestelle von anderen Buslinien. Ein Passant schickte uns weiter nach vorn, bei der nächsten Haltestelle schickte uns ein Chauffeur noch weiter nach vorn. Schliesslich erreichten wir den Wendepunkt der Stadtbusse und von unserer Buslinie war weit und breit nichts zu sehen. Kurzerhand beschlossen wir die restlichen drei Kilometer zu Fuss zu gehen. Auf der Küstenstrasse mit Blick auf das tiefblaue Meer ist diese Distanz gar nicht so lang.
Montag, 27. März 2017
27.03.17, Almeria
Ja, jetzt sind wir tatsächlich wieder unterwegs!
Gestern standen wir noch bei unseren Freunden auf der Finca, heute sind wir 250 Kilometer weiter südlich. Unterwegs passierten wir Zonen mit sehr wenig Vegetation, kahlen Hügeln, zerfallenen Häusern. Die bewohnten Gebiete liegen näher beim Meer, dort ist das Land fruchtbar gemacht worden. Über etliche Quadratkilometer reihten sich die Plastikgewächshäuser aneinander. Ein seltsames Bild in dieser sonnigen Gegend.
Morgen steht die Besichtigung von Almeria auf dem Programm.
Gestern standen wir noch bei unseren Freunden auf der Finca, heute sind wir 250 Kilometer weiter südlich. Unterwegs passierten wir Zonen mit sehr wenig Vegetation, kahlen Hügeln, zerfallenen Häusern. Die bewohnten Gebiete liegen näher beim Meer, dort ist das Land fruchtbar gemacht worden. Über etliche Quadratkilometer reihten sich die Plastikgewächshäuser aneinander. Ein seltsames Bild in dieser sonnigen Gegend.
Morgen steht die Besichtigung von Almeria auf dem Programm.
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